Wenn sich Persönlichkeit und Sprache verändern: Was hinter FTD steckt

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Foto: Darko Stojanovic

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Bei einer frontotemporalen Demenz stehen anfangs häufig nicht Gedächtnisprobleme im Vordergrund. Stattdessen können sich Verhalten, Persönlichkeit oder Sprache deutlich verändern. Das unterscheidet die seltene Erkrankung insbesondere in frühen Stadien von der Alzheimer-Demenz. Betroffen sind vor allem Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich des Gehirns.

Frontotemporale Demenz beginnt häufig vergleichsweise früh

Die Erkrankung tritt häufig zwischen dem 45. und 65. Lebensjahr erstmals in Erscheinung, kann jedoch auch deutlich früher oder später beginnen. Fachleute unterscheiden unter anderem Varianten, bei denen Veränderungen des Sozialverhaltens und der Persönlichkeit dominieren, sowie Formen, bei denen Sprachstörungen im Mittelpunkt stehen.

Bei manchen Betroffenen fällt zunächst auf, dass soziale Regeln weniger beachtet werden, Interessen verloren gehen oder Handlungen zunehmend impulsiv wirken. Bei sprachbetonten Formen können dagegen Probleme beim Sprechen, Verstehen oder Benennen von Dingen entstehen.

Die Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Bekannt ist, dass sich bei der Erkrankung bestimmte Eiweiße in Nervenzellen verändern oder ablagern können. Ein Teil der Erkrankungen hängt mit genetischen Veränderungen zusammen. Das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen geht davon aus, dass etwa zehn bis 15 Prozent der Fälle genetisch bedingt sind.

Eine heilende Therapie gibt es bislang nicht

Die frontotemporale Demenz schreitet im Laufe der Zeit fort. Eine Behandlung, die die Erkrankung heilt oder ihren Verlauf zuverlässig stoppt, steht bislang nicht zur Verfügung.

Die Therapie richtet sich deshalb vor allem nach den individuellen Beschwerden. Logopädie kann bei Sprachproblemen unterstützen, während Ergo- und Bewegungstherapie helfen können, Fähigkeiten und Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten. Bei ausgeprägten Verhaltensveränderungen können zusätzlich Medikamente eingesetzt werden.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem die Unterstützung der Angehörigen. Gerade weil die Erkrankung häufig Menschen im Berufs- und Familienleben trifft und Persönlichkeitsveränderungen stark ausgeprägt sein können, entsteht im Alltag häufig ein erheblicher Betreuungsbedarf.

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