
In Münster hat eine größere Fällaktion begonnen: Rund 50 Eschen an Straßen und öffentlichen Wegen müssen in den nächsten Wochen entfernt werden. Die Stadt begründet das mit Sicherheitsrisiken durch das Eschentriebsterben. Viele der betroffenen Bäume sind demnach so stark geschädigt, dass Äste abbrechen oder ganze Bäume instabil werden können.
Ausgelöst wird das Eschentriebsterben durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, der als eingeschleppter Erreger aus Asien gilt. Fachquellen beschreiben, dass er Blätter, Triebe und Kronenteile befällt und die Eschen dadurch Schritt für Schritt schwächt. Typische Anzeichen sind welkende Blätter, lichte Kronen und absterbende Triebe. Hinzu kommt, dass geschwächte Bäume anfälliger für weitere Schäden werden, etwa durch zusätzliche Pilze oder Käferbefall.
Für Münster ist die Krankheit nicht neu. Nach Angaben der Stadt ist sie dort seit knapp zehn Jahren verbreitet. Fachlich reicht das Problem jedoch deutlich weiter zurück: In Deutschland wird das Eschentriebsterben seit den frühen 2000er-Jahren beobachtet und hat sich inzwischen großflächig ausgebreitet. Damit gehört die Erkrankung seit Jahren zu den größten Problemen für die Gemeine Esche.
Eine wirksame Standardbehandlung, mit der befallene Eschen zuverlässig geheilt oder dauerhaft geschützt werden können, steht nach aktuellem Forschungsstand bislang nicht zur Verfügung. Deshalb setzen Städte, Gemeinden und Forstbetriebe vor allem auf Kontrolle, Verkehrssicherung und die Entfernung stark geschädigter Bäume an sensiblen Standorten. Genau in diese Linie fügt sich auch das Vorgehen in Münster ein.
Interessant ist auch der Umgang mit den frei werdenden Standorten. Die Stadt kündigt an, dass an den meisten Stellen keine direkte Neupflanzung vorgesehen ist, weil dort auf natürliche Weise wieder Bäume nachwachsen sollen. Das passt grundsätzlich zu fachlichen Ansätzen, nach denen in betroffenen Beständen auch natürliche Verjüngung und potenziell robustere Individuen beobachtet und erhalten werden. Dass dies an jedem einzelnen Straßenstandort gleichermaßen sinnvoll ist, bleibt allerdings eine Frage des konkreten Ortes und der städtebaulichen Funktion. Diese Einordnung ergibt sich aus dem fachlichen Kontext und ist keine ausdrückliche Aussage der Stadt.
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