
Münster. Wer in Münsters Innenstadt parkt, muss sich auf Veränderungen einstellen. Die WBI beginnt mit der Umrüstung ihrer Parkhäuser und startet nach den vorliegenden Informationen im April am Parkhaus Bahnhofstraße. Dort bleibt die Anlage vom 20. bis 24. April wegen der Arbeiten geschlossen. Künftig soll an vielen Standorten nicht mehr das klassische Papierticket an der Schranke den Ablauf bestimmen, sondern die automatische Erfassung des Kennzeichens bei Ein- und Ausfahrt. Am Standort Bahnhofstraße sind daneben auch bargeldlose Bezahlung, eine modernisierte Beleuchtung und sanierte Treppenhäuser vorgesehen.
Der Auftakt für das neue System erfolgt am Parkhaus Bahnhofstraße nahe dem Hauptbahnhof. Für Autofahrer ist vor allem die vorübergehende Schließung relevant, denn die Anlage steht vom 20. bis 24. April nicht zur Verfügung. Mit dem Umbau beginnt die WBI die technische Neuausrichtung eines zentralen Innenstadtstandorts, der bislang noch mit klassischen Abläufen betrieben wird.
Im Mittelpunkt der Modernisierung steht ein anderes Prinzip beim Parken. Wer ein- und ausfährt, soll künftig nicht mehr über ein gezogenes Ticket registriert werden, sondern über das Autokennzeichen. Auch beim Zugang ändert sich der Ablauf, weil dieser nach den vorliegenden Angaben künftig über die Eingabe des Kennzeichens organisiert werden soll. Für viele Autofahrer wäre das eine spürbare Umstellung, weil sich das Parken in der Innenstadt damit deutlich stärker digitalisiert.
Mit der neuen Zugangstechnik geht am Standort Bahnhofstraße noch mehr einher als nur der Verzicht auf das Papierticket. Vorgesehen sind dort auch bargeldlose Bezahlung, modernisierte Beleuchtung und sanierte Treppenhäuser. Die Umrüstung betrifft damit nicht nur den Bezahl- und Einfahrtsvorgang, sondern auch die Ausstattung des Parkhauses selbst. Schon länger setzt die WBI auf digitale Bezahlwege, mit der jetzigen Umstellung dürfte dieser Kurs noch konsequenter fortgesetzt werden.
Die Bedeutung der Umrüstung geht über einen einzelnen Standort hinaus. Die WBI betreibt in Münster nach den vorliegenden Angaben acht Innenstadt-Parkhäuser mit insgesamt rund 3.900 Stellplätzen. Sollte sich das System vom Parkhaus Bahnhofstraße aus schrittweise auf weitere Häuser ausdehnen, würde sich der Parkalltag für viele Autofahrer in der Innenstadt sichtbar verändern.
Völlig neu ist das Prinzip in Münster nicht. Im Quartiersparkhaus HafenMarkt setzt die WBI Kennzeichenerkennung bereits für registrierte Kurz- und Dauerparker ein. Dort zeigt sich schon heute, wie ticketfreies Ein- und Ausfahren in der Praxis funktioniert. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass diese Lösung bislang eher als spezielles Modell für angemeldete Nutzer dient. Mit der jetzt geplanten Umrüstung klassischer Innenstadt-Parkhäuser könnte daraus deutlich breiter der neue Standard werden.
Auch in anderen Städten werden Parkhäuser seit einiger Zeit auf ticketlose oder weitgehend ticketfreie Systeme umgestellt. Münster würde mit dem neuen Verfahren also keinen Sonderweg gehen, sondern einem Trend folgen, der den Betrieb digitaler und aus Sicht der Betreiber oft effizienter machen soll. Entscheidend wird am Ende allerdings sein, ob Einfahrt, Zugang und Bezahlung für die Nutzer im Alltag tatsächlich einfacher funktionieren als bisher mit Ticket und Schranke.
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