
Münster/Oelde. Seit vielen Jahren setzt sich Jürgen Jendreizik für krebskranke Kinder und Jugendliche ein. Der 82-Jährige aus Oelde hat unter anderem den Münsterland-Sternlauf ins Leben gerufen, bei dem Läuferinnen und Läufer Spenden für die Kinderkrebshilfe sammeln. Für dieses Engagement und seine langjährige ehrenamtliche Arbeit in weiteren gesellschaftlichen Bereichen hat er nun das Bundesverdienstkreuz erhalten. Regierungspräsident Andreas Bothe überreichte ihm die Auszeichnung am Donnerstag (22. Oktober) in Münster.
Zu den bekanntesten Projekten von Jendreizik gehört der Münsterland-Sternlauf, den er vor 14 Jahren initiierte. Die Veranstaltung verbindet sportliche Aktivität mit der Unterstützung schwer erkrankter Kinder. Die dabei gesammelten Spenden fließen über die Kinderkrebshilfe Münster an die Kinderkrebsstation in Münster.
Im Jahr 2012 gründete Jendreizik den Verein Läuferherz, der den Sternlauf organisiert. Als Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender baute er die Vereinsarbeit aus. Nach Angaben der Bezirksregierung Münster konnten durch die Spendengelder unter anderem Musik-, Kunst- und Sporttherapien sowie Forschungsprojekte an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin gefördert werden. Auch den Bau des Elternhauses am Universitätsklinikum Münster unterstützte der Verein finanziell.
Regierungspräsident Andreas Bothe würdigte insbesondere die Verbindung von Sport und sozialer Hilfe. Als Schirmherr habe er selbst erlebt, wie Jendreizik Menschen für den guten Zweck mobilisiere. „Der Münsterland Sternlauf verbindet sportlichen Einsatz mit konkreter Hilfe für schwer erkrankte Kinder und Jugendliche“, erklärte Bothe bei der Ehrung. Die Unterstützung habe insbesondere zur psychosozialen Versorgung der jungen Patientinnen und Patienten beigetragen.
Sein ehrenamtlicher Einsatz begann allerdings schon deutlich früher. Jendreizik gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Leichtathletikvereins Oelde und arbeitete dort auch als Trainer. Darüber hinaus war er im Auftrag des Deutschen Leichtathletik-Verbandes als ehrenamtlicher Streckenvermesser tätig. Für seine Verdienste um den Sport erhielt er 2014 die silberne Ehrennadel des Fußball- und Leichtathletik-Verbandes Westfalen.
Auch die Kunstszene seiner Heimatstadt hat Jendreizik mitgestaltet. Er beteiligte sich an der Gründung des Vereins Oelder Kunstschaffende, organisierte Ausstellungen und setzte sich für die Zusammenarbeit lokaler Künstlerinnen und Künstler ein. Eine größere Öffentlichkeit erreichte der Verein unter anderem durch seine Beteiligung an der Landesgartenschau 2001 in Oelde. Später wurde Jendreizik zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Neben Sport und Kunst engagierte er sich auch politisch und kirchlich. Von 1994 bis 1999 gehörte er dem Rat der Stadt Oelde an. In dieser Zeit initiierte er einen CDU-Stammtisch, der sich nach Angaben der Bezirksregierung bis heute regelmäßig im Oelder Bürgerhaus trifft. Außerdem war Jendreizik Mitglied im Männerkreis der evangelischen Friedenskirche und organisierte Veranstaltungen für die Kirchengemeinde.
Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland wird nun sein jahrzehntelanger ehrenamtlicher Einsatz gewürdigt. Die Auszeichnung überreichte Bothe im Lambertizimmer der Bezirksregierung Münster.
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