Cannabisprävention erreicht in Münster so viele Schulklassen wie nie

Cannabisprävention erreicht in Münster so viele Schulklassen wie nie
Präventionsprojekt Cannabis-Parcour © Stadt Münster/Britta Roski

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Münster. Das Schulprojekt zur Cannabisprävention in Münster hat im Frühjahr 2026 einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben der Stadt Münster nahmen 74 Klassen aus 21 Schulen am „Parcours zur Cannabisprävention“ teil.

Präventionsprojekt der Stadt Münster erreicht deutlich mehr Klassen

Das Präventionsprojekt der Stadt Münster ist seit seiner Einführung deutlich gewachsen. Beim Start im Jahr 2019 beteiligten sich 25 Klassen aus sechs Schulen. Im vergangenen Jahr waren es 55 Klassen aus 15 Schulen. Nun meldet die Stadt mit 74 Klassen aus 21 Schulen den bislang höchsten Wert.

Der Parcours richtet sich an Jugendliche und soll Wissen über Cannabis, mögliche Risiken und persönliche Entscheidungen vermitteln. Neu war im Frühjahr 2026, dass nicht nur neunte Klassen teilnehmen konnten. Erstmals wurde das Angebot auch auf die Jahrgangsstufe acht ausgeweitet. Damit erreicht die Suchtprävention Münster Schülerinnen und Schüler früher als bisher.

Die Stadt reagiert damit auf ein Thema, das Jugendliche unmittelbar betrifft. Cannabis gehört nach Einschätzung des städtischen Fachdienstes Suchtprävention neben Nikotin und Alkohol zu den psychoaktiven Substanzen, mit denen Jugendliche besonders häufig in Berührung kommen. Deshalb setzt das Projekt nicht erst bei möglichen Konsumerfahrungen an. Vielmehr soll es früh Orientierung geben und die Haltung zum Nichtkonsum stärken.

Jugendliche beschäftigen sich mit Risiken, Wirkung und Gruppendruck

Der Parcours zur Cannabisprävention ist als Stationenlernen aufgebaut. Die Durchführung übernehmen geschulte Studierende aus den Bereichen Lehramt und Soziale Arbeit. Inhaltlich geht es um Wirkungen und Risiken von Cannabis, aber auch um rechtliche Fragen und den Umgang mit Gruppendruck.

Gerade dieser praktische Ansatz ist für Schulen relevant, weil Jugendliche nicht nur Fakten vermittelt bekommen. Sie setzen sich auch mit Situationen auseinander, in denen Entscheidungen im Freundeskreis eine Rolle spielen können. Außerdem lernen sie, welche Beratungs- und Unterstützungsangebote es über die Drogenhilfe gibt.

Nach Angaben der Stadt Münster soll das Angebot Jugendliche dabei unterstützen, eigene Grenzen zu erkennen und sicherer aufzutreten. Brigitte Klute vom Fachdienst Suchtprävention verweist darauf, dass schulische Präventionsangebote frühzeitig über Risiken informieren sollen. Zugleich gehe es darum, junge Menschen in ihrer Entscheidung gegen den Konsum zu bestärken.

Damit verbindet das Schulprojekt Cannabisprävention Schulen mit konkreter Aufklärung. Es bleibt nicht bei allgemeinen Warnungen, sondern behandelt Fragen, die im Alltag Jugendlicher vorkommen können.

Auswertung zeigt Wissenszuwachs nach dem Parcours

Die Auswertung des Projekts zeigt laut Stadt Münster, dass viele Jugendliche nach der Teilnahme mehr Sicherheit im Umgang mit dem Thema Cannabis angeben. 86 Prozent der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erklärten, nach dem Parcours mehr über die Risiken von Cannabis zu wissen.

Außerdem gaben 85 Prozent an, nun besser einschätzen zu können, was vor Sucht schützt. Mehr als 80 Prozent fühlten sich nach eigenen Angaben sicherer im Umgang mit Gruppendruck. Eine Mehrheit der Jugendlichen sah sich nach der Teilnahme darin bestärkt, Cannabis nicht ausprobieren zu wollen.

Für die Stadt ist das ein Hinweis darauf, dass Cannabis Risiken Jugendliche nicht nur abstrakt betreffen. Wenn das Thema im Unterricht strukturiert aufgegriffen wird, kann es offenbar zur persönlichen Einschätzung beitragen. Allerdings nennt die Mitteilung keine weiteren Details zur Methodik der Auswertung.

Das Projekt soll im kommenden Schuljahr fortgesetzt werden. Der nächste Parcours ist vom 15. Februar bis zum 19. März 2027 geplant. Weiterführende Schulen aus Münster können sich ab dem 1. Juni 2026 anmelden. Die Ausweitung auf die achten Klassen wurde durch die Techniker Krankenkasse unterstützt und soll auch im kommenden Jahr bestehen bleiben.

Anmeldungen nimmt Brigitte Klute vom Fachdienst Suchtprävention der Stadt Münster entgegen. Erreichbar ist sie per E-Mail unter KluteB@stadt-muenster.de oder telefonisch unter 02 51/4 92-51 84.

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