
Münster. Unter der Kuppel des LWL-Planetariums verändert sich der Blick ins All: Sterne leuchten heller, Galaxien wirken plastischer, ferne Welten erscheinen detailreicher. Nach drei Wochen Umbau startet das Planetarium in Münster am 14. Mai 2026 mit neuer Hightech-Projektion. Für das Publikum soll sich der Besuch künftig noch stärker so anfühlen, als säße es mitten im Universum.
Das Planetarium im LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Straße öffnet ab Donnerstag wieder für Besucherinnen und Besucher. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat knapp 2,4 Millionen Euro in die neue Projektionstechnik investiert. Die Anlage soll nach Angaben des LWL mindestens acht Jahre nutzbar bleiben.
Die Modernisierung war nötig geworden, weil die bisherige Technik an ihre Grenzen gekommen war. Einige Projektoren zeigten bereits Bildfehler, die nicht mehr repariert werden konnten. Auch Teile der Rechnertechnik waren veraltet.
Kernstück der neuen Anlage ist ein modernes Fulldome-Projektionssystem. Zehn 4K-Laserprojektoren, elf Hochleistungsrechner und die aktuelle Software „Digistar 2026“ sorgen künftig für die Darstellung im Sternensaal. Auch die Steuerung von Licht, Technik und Abläufen wurde erneuert.
Die Auflösung bleibt zwar auf dem bereits hohen Niveau, die Bildwirkung soll sich aber deutlich verbessern. Die Projektion ist nun etwa doppelt so hell. Dazu kommt ein größerer Farbraum, der feinere Abstufungen und realistischere Bilder ermöglicht.
Für das Publikum bedeutet die neue Technik vor allem mehr Tiefe, mehr Helligkeit und stärkere Farben. Galaxien, Planeten, Sternenfelder oder Landschaftsszenen auf der Erde sollen dadurch plastischer erscheinen. Auch wissenschaftliche Inhalte lassen sich präziser darstellen.
Besonders wichtig ist die neue Software. Sie kann größere und komplexere Datensätze verarbeiten als das alte System. Dadurch können astronomische Modelle aktueller gezeigt werden. Auch die Milchstraße soll nun näher am Stand der Forschung visualisiert werden.
Das LWL-Planetarium ist seit Jahren ein Publikumsmagnet. Mehr als 130.000 Menschen besuchen es jährlich, 2023 waren es sogar über 190.000. Der Sternensaal verfügt über 224 Sitzplätze, eine 20 Meter große Kuppel, 360-Grad-Projektionen und eine Audioanlage mit 49 Lautsprechern.
Bereits 2022 war das Planetarium nach einer umfassenden Sanierung wiedereröffnet worden. Damals wurden unter anderem Kuppel, Saal, Sitze, Tonanlage und weitere Technik erneuert. Mit der aktuellen Investition wird nun vor allem das Bildsystem auf den neuesten Stand gebracht.
Zur Wiedereröffnung am 14. Mai zeigt das LWL-Planetarium mehrere Vorstellungen. Geplant sind Shows um 10, 11, 12, 14, 15, 16 und 17 Uhr. Um 17 Uhr feiert die neue Show „Unterwegs in der Milchstraße“ ihre öffentliche Premiere.
Das Programm richtet sich an Besucherinnen und Besucher ab zehn Jahren. Inhaltlich geht es um eine Reise durch Raum und Zeit, um Stern- und Kometenbahnen, Gas- und Staubwolken sowie um die Entwicklung der Milchstraße.
Das Planetarium befindet sich im LWL-Museum für Naturkunde an der Sentruper Straße 285 in Münster. Das Museum ist regulär dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Der Eintritt ins Planetarium kostet 10 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder. Tickets sind online über den LWL erhältlich.
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