CHE-Ranking: Universität Münster überzeugt in BWL, Jura, VWL und Wirtschaftsinformatik

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder ruft die Gewerkschaft ver.di in Münster zu einem ganztägigen Warnstreik auf. Betroffen sind nach Angaben der Gewerkschaft Beschäftigte der Universität Münster. Die Aktion soll am Montag stattfinden und den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde erhöhen. Kundgebung am Schlossplatz geplant Auftakt des Warnstreiks ist um 10 Uhr mit einer Kundgebung am Schlossplatz Münster. Dort will ver.di auf die Situation der Beschäftigten in Forschung, Lehre und Verwaltung aufmerksam machen. Mit der Arbeitsniederlegung reagiere man darauf, dass die bisherigen Tarifgespräche ohne Ergebnis geblieben seien. Nach Darstellung der Gewerkschaft habe die Arbeitgeberseite bislang kein konkretes Angebot vorgelegt. Das sei angesichts der Belastungen an Hochschulen und Universitäten nicht akzeptabel. Tarifrunde TV-L als Hintergrund Der Warnstreik ist Teil der laufenden Tarifrunde für den Tarifvertrag der Länder (TV-L). In dieser Runde verhandeln Gewerkschaften und die Tarifgemeinschaft deutscher Länder über die Einkommen der Landesbeschäftigten. Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam angesetzt, eine weitere Runde ist bereits terminiert. Zu den zentralen Forderungen der Gewerkschaften gehören sieben Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Damit sollen insbesondere niedrigere Entgeltgruppen stärker profitieren. Für die Arbeitgeberseite gelten diese Forderungen derzeit als finanziell schwer umsetzbar. Warum ver.di zum Warnstreik aufruft Warnstreiks sind zeitlich begrenzte Arbeitsniederlegungen während laufender Tarifverhandlungen. Sie sollen den Verhandlungsdruck erhöhen, ohne den Arbeitskampf dauerhaft auszuweiten. ver.di begründet den Schritt in Münster unter anderem mit der wachsenden Bedeutung von Hochschulen für Gesellschaft, Wissenschaft und Ausbildung. Insgesamt betrifft die TV-L-Tarifrunde bundesweit rund 900.000 Tarifbeschäftigte der Länder. Tarifabschlüsse haben häufig auch politische Signalwirkung für Beamtinnen und Beamte, deren Besoldung rechtlich zwar getrennt geregelt ist, in der Praxis aber oft an die Ergebnisse angelehnt wird.
Bild von Erich Westendarp auf Pixabay

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Die Universität Münster hat im aktuellen CHE-Hochschulranking in mehreren Fächern gute Ergebnisse erzielt. Besonders die Studienorganisation und die Bibliotheksausstattung werden von Studierenden positiv bewertet. Untersucht wurden diesmal unter anderem die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Jura, Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsinformatik. In allen vier Bereichen erreichte Münster mehrere Platzierungen in der Spitzengruppe.

Gute Bewertungen für Studienbedingungen

Das CHE-Ranking verbindet Urteile von Studierenden mit Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung. Für Studieninteressierte soll es eine Orientierung bieten, welche Hochschulen in einzelnen Fächern besonders stark abschneiden.

In Münster fallen die Bewertungen in allen vier untersuchten Fächern positiv aus. Besonders häufig erreichen die Kategorien Studienorganisation und Bibliotheksausstattung gute Werte. Das ist für angehende Studierende relevant, weil beide Bereiche den Studienalltag direkt prägen.

Jura punktet bei Examensvorbereitung

Im Fach Jura schneidet die Universität Münster zusätzlich bei der Unterstützung in der Examensvorbereitung gut ab. Gerade in diesem Studiengang ist das ein wichtiger Faktor, weil das Staatsexamen eine zentrale Hürde darstellt.

Auch in den Kategorien Unterstützung am Studienanfang und Promotionen pro Professor erreichten alle vier untersuchten Fächer Spitzenplatzierungen. Die Unterstützung zum Studienbeginn zeigt, wie gut neue Studierende beim Einstieg begleitet werden. Die Promotionen pro Professor verweisen stärker auf Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs.

BWL stark bei internationaler Ausrichtung

Die Betriebswirtschaftslehre erreichte neben den allgemeinen guten Ergebnissen weitere starke Bewertungen. Besonders positiv fielen die internationale Ausrichtung und die Abschlüsse in angemessener Zeit auf.

Damit punktet die BWL nicht nur bei der Organisation des Studiums, sondern auch bei Faktoren, die für Mobilität, Karrierewege und einen planbaren Studienverlauf wichtig sind. Für Münster ist das Ergebnis auch deshalb relevant, weil Wirtschafts- und Rechtswissenschaften stark nachgefragte Studienbereiche sind.

Ranking umfasst mehr als 300 Hochschulen

Das CHE-Hochschulranking gilt als einer der umfassendsten Hochschulvergleiche im deutschsprachigen Raum. Nach Angaben des CHE fließen Urteile von mehr als 120.000 Studierenden sowie Fakten zu rund 40 Fächern an mehr als 300 Hochschulen ein.

Für die Ausgabe 2026/27 wurden insbesondere Fächer aus den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften untersucht. Dazu gehören unter anderem BWL, VWL, Jura, Soziale Arbeit, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftspsychologie. Die Ergebnisse erscheinen im ZEIT Studienführer sowie online bei HeyStudium.

Bedeutung für Studieninteressierte

Bundesweit fällt die Zufriedenheit der Studierenden in der aktuellen Ausgabe hoch aus. Die allgemeine Studiensituation wurde im Schnitt mit 4,2 von 5 Sternen bewertet und damit leicht besser als bei der vorherigen Befragung dieser Fächer vor drei Jahren.

Für die Universität Münster sind die Ergebnisse ein positives Signal. Die untersuchten Fächer haben Bedeutung für Wirtschaft, Verwaltung, Arbeitsmarkt und Digitalisierung. Gute Bewertungen bei Studienorganisation, Bibliotheken und Studienstart zeigen, dass Studierende vor allem die praktischen Rahmenbedingungen ihres Studiums positiv wahrnehmen.

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