Debatte um 24 Bäume am Schulzentrum Wolbeck bekommt neuen Druck

Am Rostockweg in Münster sorgt die geplante Fällung einer alten Blutbuche für Protest. Der Fall zeigt die Grenzen der Baumschutzsatzung.
Symbolbild: Caroline Muffert

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Münster. Die Diskussion um die Baumverpflanzung am Schulzentrum Wolbeck nimmt weiter Fahrt auf. Bezirksbürgermeister Peter Bensmann (CDU) hat nach eigenen Angaben fachliche Bedenken gegen das Vorhaben an die zuständigen Ämter und an die Stadtspitze  weitergeleitet. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die geplante Verpflanzung der Bäume unter den gegebenen Bedingungen überhaupt sinnvoll und dauerhaft erfolgversprechend ist.

Politische Debatte erhält durch fachliche Einwände neue Nahrung

Ausgelöst wurde der neue Vorstoß durch die Einschätzung eines fachkundigen Bürgers mit langjähriger Erfahrung in der Baumpflege. Dieser habe die Bäume vor Ort begutachtet und dazu geraten, das Vorhaben noch einmal grundsätzlich zu überdenken, erklärte Bensmann. Damit bekommt die bereits laufende Debatte um den Umgang mit den 24 Bäumen auf dem künftigen Baufeld neuen politischen Nachdruck. Auf dem Gelände hinter dem Schulzentrum sollen eine neue Hauptschule und eine Musikschule entstehen.

Hoher ökologischer Wert, aber Zweifel an der Umsetzbarkeit

Nach der Einschätzung, die Bensmann weitergegeben hat, liegt das Problem weniger im Wert der Bäume als in ihrem Alter und in den praktischen Grenzen einer Verpflanzung. Gerade bei älteren Platanen sei fraglich, ob im nahen Stammbereich noch genügend Feinwurzeln vorhanden sind, um ein Umsetzen erfolgreich zu überstehen. Hinzu komme, dass für eine Verpflanzung wohl deutliche Eingriffe in die Krone nötig wären, wodurch die Bäume ihr heutiges Erscheinungsbild verlieren könnten. Außerdem werden Risiken beim Wurzelballen und an den Schnittstellen der Wurzeln gesehen. Dort könnte es nach dieser Einschätzung langfristig zu Schäden kommen, die sich womöglich erst Jahre später zeigen.

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