Doppelhaushalt 2026/27: Zeitplan wird zur ersten Belastungsprobe für die neue Koalition

Der Doppelhaushalt 2026/27 ist die erste Bewährungsprobe für Münsters neue Koalition. Bleibt es bei der Abstimmung im März oder droht eine Verschiebung?
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Nur wenige Tage nach der Vorstellung des Koalitionsvertrags steht die neue Ratsmehrheit in Münster bereits vor ihrer ersten großen Bewährungsprobe. Der Doppelhaushalt für die Jahre 2026 und 2027 soll nach bisheriger Planung noch im März beschlossen werden – ein enger Zeitrahmen angesichts des Sparkurses und der politischen Abstimmungen, die noch anstehen.

Der Haushaltsentwurf liegt seit Dezember vor. Für 2026 sind Ausgaben von rund 1,73 Milliarden Euro vorgesehen, im Folgejahr liegt das Volumen leicht darüber. Neue finanzielle Spielräume sind kaum vorhanden, stattdessen geht es um Einsparungen und Prioritäten.

Warum der März-Termin für viele entscheidend ist

Der geplante Beschluss kurz vor den Osterferien hat nicht nur formale Bedeutung. Für zahlreiche freie Träger, Initiativen und Einrichtungen in Münster ist der Zeitpunkt zentral, weil sie auf städtische Zuschüsse angewiesen sind. Ohne einen verabschiedeten Haushalt bleiben Förderungen vorerst unklar, was Planungen erschwert.

Gleichzeitig fällt die Haushaltsberatung in eine Phase, in der sich die neue Koalition aus SPD, Grünen und Volt erst einspielen muss. Haushaltsfragen gelten im Rat traditionell als politisch besonders konfliktträchtig – vor allem in finanziell angespannten Zeiten.

Diskussion über den Zeitplan – SPD zeigt sich zuversichtlich

In Münster wird derzeit auch darüber gesprochen, ob der vorgesehene Zeitplan bis zur Ratssitzung im März eingehalten werden kann. Hintergrund ist der umfangreiche Abstimmungsbedarf zwischen Politik, Verwaltung und den betroffenen Trägern.

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Die SPD sieht aktuell jedoch keinen Anlass für eine Verschiebung. Fraktionsvorsitzende Lia Kirsch verweist darauf, dass die Vorbereitungen für den Haushalt laufen und erste Gespräche sowohl mit der Verwaltung als auch mit Trägern bereits geführt werden. Wichtig sei, dass Anträge und Sparvorschläge fachlich bewertet und ausreichend diskutiert würden. Nach jetzigem Stand gehe man davon aus, dass der Zeitplan eingehalten werden könne.

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Erster Härtetest für die neue Ratsmehrheit

Unabhängig vom endgültigen Abstimmungstermin wird der Doppelhaushalt zur ersten echten Standortbestimmung für die neue Mehrheit im Rat der Stadt Münster. Er wird zeigen, wie geschlossen die Koalition auftritt und wie sie den angekündigten Sparkurs politisch umsetzt.

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