Explosion am Haltepunkt Albachten: Zweite Automatensprengung binnen vier Wochen

Mehrere Schulwegunfälle in Münster, Greven und Ascheberg. Drei Kinder verletzt. Polizei ermittelt und sucht Zeugen.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Am Haltepunkt Albachten in Münster ist es am frühen Samstagmorgen (28. Februar 2026) erneut zu einer Sprengung eines Fahrkartenautomaten gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden Anwohnerinnen und Anwohner gegen 04:26 Uhr durch einen lauten Knall geweckt. Einsatzkräfte stellten kurz darauf fest, dass ein Ticketautomat auf dem Bahnsteig vollständig zerstört worden war. Unbekannte Täter sollen Sprengmittel eingesetzt haben, um das Gerät gewaltsam zu öffnen.

Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief zunächst ohne Erfolg. Vor Ort erfolgte eine umfangreiche Spurensicherung. Angaben zur möglichen Beute oder zur Höhe des Sachschadens lagen zunächst nicht vor. Die Ermittlungen dauern an.

Zweiter Fall in Albachten innerhalb kurzer Zeit

Besonders auffällig ist die zeitliche Nähe: Innerhalb von vier Wochen ist dies bereits die zweite Sprengung eines Fahrkartenautomaten am Bahnhof beziehungsweise Haltepunkt Albachten. Bereits Ende Januar war dort ein Automat durch eine Explosion zerstört worden. Die Polizei bestätigte nun, dass es sich um den zweiten Vorfall in diesem Bereich handelt.

Ob zwischen beiden Taten ein direkter Zusammenhang besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen.

Mehrere ähnliche Taten im Münsterland

Der aktuelle Vorfall steht zudem im Kontext weiterer Delikte an Bahnhöfen im Münsterland. Neben den beiden Fällen in Albachten sind in den vergangenen Wochen weitere Sprengungen von Fahrkartenautomaten bekannt geworden: In Lienen-Kattenvenne wurde ein Automat durch eine Explosion zerstört, zuvor hatte es bereits eine Sprengung am Bahnhof Mesum an Heiligabend 2025 gegeben. Im Januar wurde zudem ein Ticketautomat in Dorsten massiv beschädigt. Ebenfalls im Januar kam es am Bahnhof Natrup-Hagen zu einer Explosion, bei der ein Automat zerstört wurde. Damit summieren sich die bekannt gewordenen Fälle in der Region innerhalb weniger Wochen auf mehrere Tatorte in unterschiedlichen Kommunen.

Eine offizielle Bestätigung, dass sämtliche Taten auf dieselben Täter zurückgehen, gibt es bislang nicht. Aufgrund der ähnlichen Vorgehensweise und der zeitlichen Abfolge wird jedoch geprüft, ob ein Zusammenhang bestehen könnte.

Auch Serie von Aufbrüchen im Februar

Neben den Sprengungen hatte es zuletzt auch eine Serie von gewaltsamen Aufbrüchen an Fahrkartenautomaten gegeben. In diesem Zusammenhang wurden Anfang Februar zwei Tatverdächtige festgenommen, denen mehrere Taten in Nordrhein-Westfalen vorgeworfen werden. Ob es Überschneidungen zwischen diesen Fällen und den Sprengungen gibt, ist bislang offen.

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Polizei bittet um Hinweise

Die Polizei Münster bittet Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht zu Samstag im Bereich des Bahnhofs Albachten verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Telefonnummer 0251 275-0 zu melden.

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