Female Finance Day: Über 110 Frauen beschäftigen sich mit Geld und Altersvorsorge

Female Finance Day in Münster: Über 110 Frauen beschäftigen sich mit Geld und Altersvorsorge
Foto: C. Höchstetter / Frauen u(U)nternehmen.

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Münster. Wie können Frauen finanziell unabhängiger werden, Vermögen aufbauen und für das Alter vorsorgen? Mit diesen Fragen beschäftigten sich mehr als 110 Teilnehmerinnen beim dritten Female Finance Day in Münster. Der Businessclub Frauen u(U)nternehmen hatte am 28. Oktober 2026 in die IHK Nord Westfalen eingeladen. Vorträge und Workshops boten Einblicke in Geldanlagen, Rentenansprüche und finanzielle Absicherung. Auch für 2027 steht bereits ein Termin fest.

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Finanzielle Unabhängigkeit und Altersvorsorge im Mittelpunkt

Unter dem Motto „Hier sprechen Frauen über Geld“ ging es beim Female Finance Day um den bewussteren Umgang mit den eigenen Finanzen. IHK-Vizepräsidentin Isabel Habla verwies zur Eröffnung auf die Situation von Frauen in der regionalen Wirtschaft. Nach ihren Angaben wird inzwischen jedes dritte Unternehmen im Kammerbezirk von einer Frau geführt. Gleichzeitig habe sich der Frauenanteil in den Führungsetagen seit 2015 kaum verändert.

In ihrem Hauptvortrag beschäftigte sich Katharina Brunsendorf vom digitalen Finanzdienstleister Scalable Capital mit den Möglichkeiten langfristiger Geldanlagen. Sie ermutigte die Teilnehmerinnen, sich mit ihren Einnahmen, Ausgaben und Investitionsmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Finanzielle Unabhängigkeit beginne damit, die eigene wirtschaftliche Situation zu kennen und Entscheidungen selbst treffen zu können. Auch Investitionen an der Börse könnten dabei eine Rolle spielen, seien allerdings mit Risiken verbunden.

Dass Frauen beim Thema Geldanlage zunehmend aktiver werden, zeigen auch Zahlen, über die die IHK Nord Westfalen anlässlich der Veranstaltung berichtete. Laut einer Studie des Bundesverbands deutscher Banken stieg der Anteil der Frauen, die Aktien, Fonds oder andere Wertpapiere besitzen, von 25 Prozent im Jahr 2024 auf 31 Prozent Anfang 2026. Bei Männern lag der Anteil zuletzt bei 47 Prozent.

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Workshops zu ETFs, gesetzlicher Rente und Erbschaftsteuer

In sechs vertiefenden Workshops konnten sich die Teilnehmerinnen mit unterschiedlichen Finanzthemen beschäftigen. Zu den Referentinnen gehörten die Wirtschaftsjournalistin Dr. Christiane von Hardenberg, Chris Hofmann vom Vermögensverwalter Vanguard, Birgit Niehues von der Deutschen Rentenversicherung Westfalen sowie Fachfrauen der NRW.BANK, von Fidelity International und aus der Rechtsberatung.

Dabei ging es unter anderem um börsengehandelte Indexfonds, sogenannte ETFs, die Möglichkeiten der gesetzlichen Rentenversicherung, Förderprogramme und rechtliche Vorsorge. Birgit Niehues machte darauf aufmerksam, dass Versicherte bei der Deutschen Rentenversicherung kostenlose Beratungsangebote nutzen können. Ergänzend informierte Steuerberaterin Mareike Lühn über Fragen der Erbschaft- und Schenkungsteuer.

Die Veranstaltung sollte nach Angaben des organisierenden Vereins insbesondere dazu beitragen, Hemmschwellen bei Finanzentscheidungen abzubauen und Frauen einen besseren Überblick über ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten zu vermitteln. Unterstützt wurde der Female Finance Day unter anderem von regionalen Banken, Finanzdienstleistern und weiteren Unternehmen.

Der nächste Termin steht bereits fest: Der vierte Female Finance Day soll am 9. September 2027 erneut bei der IHK Nord Westfalen in Münster stattfinden.

Quellen: Pressemitteilung des Vereins Frauen u(U)nternehmen e.V. vom 4. November 2026; Berichterstattung der IHK Nord Westfalen vom 6. November 2026.

Redaktioneller Transparenzhinweis: Caroline Muffert, Geschäftsführerin der TC Medien GmbH, die ms-aktuell.de betreibt, ist seit 2026 Mitglied im Verein Frauen u(U)nternehmen e.V. Dieser Beitrag basiert auf einer Pressemitteilung des Vereins und ergänzenden öffentlich zugänglichen Informationen. Für die Veröffentlichung wurde keine Vergütung gezahlt. Es handelt sich nicht um bezahlte Werbung.

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