FH Münster startet neues Informatikstudium mit zwei Bankendienstleistern

FH Münster startet neues Informatikstudium mit zwei Bankendienstleistern
Foto: Finanz Informatik GmbH & Co. KG

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Münster. Ein neuer dualer Informatikstudiengang an der FH Münster soll ab dem Wintersemester 2026/27 Nachwuchs für die IT der Bankenbranche ausbilden. Kooperationspartner sind Atruvia und die Finanz Informatik, wie die Finanz Informatik GmbH & Co. KG mitteilt.

Neues Informatikstudium Münster beginnt zum Wintersemester 2026/27

Zum Wintersemester 2026/27 richtet die FH Münster einen neuen dualen, praxisintegrierenden Informatikstudiengang ein. Das Angebot richtet sich an dual Studierende der Atruvia AG und der Finanz Informatik GmbH & Co. KG. Beide Unternehmen gehören zu den großen IT-Dienstleistern im deutschen Bankensektor. Atruvia arbeitet für die Volks- und Raiffeisenbanken, während die Finanz Informatik als Digitalisierungspartner der Sparkassen tätig ist.

Der Studiengang wird am Technologie-Campus Steinfurt angesiedelt. Dort sollen die Studierenden künftig gemeinsam ausgebildet werden. Nach Angaben der Finanz Informatik haben Atruvia und Finanz Informatik das Studienmodell mitentwickelt. Damit erhalten die Unternehmen die Möglichkeit, ihre Praxisanforderungen früh in die Ausbildung einzubringen. Zugleich bleibt das Studium an die wissenschaftlichen Standards der Hochschule gebunden.

Das duale Studium Münster ist auf sechs Semester angelegt und führt zu einem Bachelor-Abschluss. Für junge Menschen entsteht damit ein Angebot, das Hochschulstudium und betriebliche Praxis verbindet. Die Kooperation reagiert zugleich auf den weiter hohen Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften. Gerade im Bankensektor spielt digitale Infrastruktur eine zentrale Rolle, weil Zahlungsverkehr, Onlinebanking und interne Systeme zuverlässig funktionieren müssen.

FH Münster Informatik soll stärker mit der Praxis verbunden werden

Die neue Kooperation setzt auf eine enge Verbindung zwischen Hochschule und Unternehmen. Nach Angaben der Finanz Informatik sollen die Studierenden nicht nur theoretische Grundlagen lernen, sondern früh mit praktischen Aufgaben aus der Banken-IT in Berührung kommen. Dazu gehören mögliche Berufsfelder wie Softwareentwicklung, Netzwerkadministration oder IT-Beratung.

Für die FH Münster ist der Studiengang zugleich ein weiterer Baustein im Bereich praxisnaher Ausbildung. Hochschulpräsident Prof. Dr. Frank Dellmann ordnet duale Studiengänge laut Mitteilung als wichtiges Angebot der Hochschule ein. Sie sollen jungen Menschen ermöglichen, wissenschaftliches Lernen und berufliche Anwendung gezielter miteinander zu verbinden.

Auch die beteiligten Unternehmen betonen den Praxisbezug. Atruvia-Vorständin Daniela Bücker verweist laut Mitteilung darauf, dass künftige IT-Fachkräfte sowohl wissenschaftliche Grundlagen als auch ein Verständnis für Banking-Technologie benötigen. FI-Geschäftsführer Martin Waldmann sieht den Studiengang als Beitrag dazu, den eigenen IT-Nachwuchs auf komplexe Anforderungen vorzubereiten.

Bereits zuvor gab es eine Verbindung zwischen Atruvia und der FH Münster. Seit Juli vergangenen Jahres besteht eine Kooperationsvereinbarung, über die Atruvia eine Stiftungsprofessur im Bereich IT-Sicherheit am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik fördert.

Banking IT Münster braucht gut ausgebildeten Nachwuchs

Der neue Studiengang zeigt, wie stark der Wettbewerb um IT-Fachkräfte inzwischen auch spezialisierte Branchen prägt. Banken und Sparkassen sind auf leistungsfähige digitale Systeme angewiesen. Deshalb benötigen ihre IT-Dienstleister Personal, das technische Kompetenz mit einem Verständnis für regulatorische und betriebliche Anforderungen verbindet.

Atruvia bildet nach Angaben der Mitteilung jährlich rund 85 Nachwuchskräfte aus. Bei der Finanz Informatik sind es rund 90 Auszubildende pro Jahr. Der neue Studiengang ergänzt diese Nachwuchsarbeit um ein akademisches Modell, das direkt auf die Bedürfnisse der beiden Unternehmen zugeschnitten ist. Dadurch soll der Übergang vom Studium in konkrete IT-Aufgaben erleichtert werden.

Für Münster und Steinfurt ist die Kooperation auch als Standortsignal relevant. Der Technologie-Campus Steinfurt wird mit dem neuen Angebot stärker in die Ausbildung für digitale Schlüsselbereiche eingebunden. Gleichzeitig erweitert die FH Münster ihr Profil im Bereich Informatik und duales Studium. Interessierte finden Informationen zum neuen Studiengang unter fh.ms/dual-informatik.

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