Frühe Führung, frühe Rote Karte: Preußen Münster verliert in Paderborn

Beim Preußen Trainer Relegationsspiel drohen Geldstrafen – erfahre hier, welche Konsequenzen der Einsatz ohne Pro-Lizenz haben kann. Preußen Stadion in Münster Preußen Münster gegen Hertha BSC
Foto: Stefan Schwegmann

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Paderborn. Preußen Münster hat beim SC Paderborn einen Spielverlauf erlebt, der kaum ungünstiger hätte kippen können. Die Gäste starteten perfekt, gingen schon nach zwei Minuten in Führung und hatten die Partie zunächst im Griff. Dann veränderte eine Rote Karte gegen Yassine Bouchama das gesamte Bild. Paderborn drückte in Überzahl, glich nach einem per VAR zurückgenommenen Treffer kurz nach der Pause aus und drehte das Spiel schließlich durch einen Doppelpack von Steffen Tigges.

Blitzstart der Preußen: Amenyido köpft Münster früh in Führung

Münster erwischte Paderborn kalt. In der 2. Minute durfte Jano ter Horst von rechts unbedrängt flanken, Etienne Amenyido stand am zweiten Pfosten völlig frei und köpfte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Paderborn wirkte in dieser Szene ungeordnet, vor allem im Zentrum fehlte die Zuordnung.

Die Hausherren brauchten anschließend Zeit, um in die Partie zu finden. Zwar gab es Ansätze über Verlagerungen und Flanken, etwa als Hansen auf Obermair verlagerte und Paetow im Strafraum klärte (10.), doch Münster stand kompakt und lauerte auf Umschaltmomente. In Minute 25 wurde es sogar fast gefährlich: Batista Meier flankte, Götze klärte, anschließend kam Hendrix aus dem Rückraum zum Distanzschuss. Keeper Seimen ließ den Ball durch die Hände rutschen, doch er ging knapp neben das Tor.

Der Wendepunkt nach 28 Minuten: Bouchama sieht Rot, Ende ordnet neu

In der 28. Minute kippte die Statik des Spiels. Yassine Bouchama stoppte den enteilenden Baur mit einer Grätsche, riss dabei den Fuß hoch und sah Rot wegen groben Foulspiels. Münster war fortan in Unterzahl und zog sich sofort in die eigene Hälfte zurück (29.). Alexander Ende reagierte früh: Schon in der 33. Minute brachte er Marco Meyerhöfer für Oliver Batista Meier, um die Defensive zu stabilisieren.

Paderborn drückte danach die Gäste tief hinein. Dennoch blieb es lange bei eher zähen Offensivmustern. Viel lief über Flanken und Standards, Münster verteidigte mit vielen Körpern im Weg, das zeigte sich später auch im Verlauf der zweiten Halbzeit.

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VAR greift ein: Paderborns Ausgleich vor der Pause zählt nicht

Kurz vor dem Pausenpfiff schien Paderborn den Vorteil in Überzahl endlich in Zählbares zu verwandeln. Nach einem langen Ball von Scheller legte Götze per Kopf in die Mitte, Santiago Castaneda köpfte aus kurzer Distanz ein (45.+3). Doch der Treffer wurde überprüft. Der VAR prüfte eine mögliche Abseitsposition von Bilbija und die Frage, ob der Stürmer den Torwart behindert hatte (45.+4). Am Ende entschied Schiedsrichter Timo Gerach nach VAR-Prüfung auf Abseits, der Treffer wurde zurückgenommen (45.+6). Münster nahm das 1:0 mit in die Pause, trotz Unterzahl und zunehmendem Druck.

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Kettemann wechselt dreifach und erhöht das Tempo: Paderborn startet mit Wucht

Zur Pause reagierte Paderborn-Trainer Ralf Kettemann deutlich und wechselte dreimal. Ruben Müller kam für Mattes Hansen, Sven Michel für Filip Bilbija und Steffen Tigges für Santiago Castaneda (46.). Die Idee war sofort sichtbar: mehr Wucht, mehr Präsenz im Strafraum und mehr Kopfballgefahr.

Direkt nach Wiederanpfiff wurde es gefährlich, als eine Hereingabe im Zentrum von Michel und Tigges knapp verpasst wurde (46.). Kurz darauf zog Götze aus der zweiten Reihe ab, Behrens ließ den unpräzisen Distanzschuss nach vorne abprallen, Münster klärte im Verbund (48.). Paderborn blieb dran, Tigges suchte erst die Direktabnahme aus der Distanz (52.) und prüfte dann erneut mit einem Schuss aus dem rechten Halbfeld, der am Tor vorbeiging (54.).

Tigges schlägt zweimal zu: Erst Ausgleich, dann die Wende nach Ecke

Die Paderborner Bemühungen wurden in der 50. Minute belohnt. Curda flankte von rechts, Tigges tauchte am ersten Pfosten ab und ließ den Ball über den Kopf in den linken Winkel rutschen. Der Ausgleich zum 1:1 war eine starke Aktion des Jokers, der erst zur Pause gekommen war.

Münster hatte in der Folge nur selten Entlastung, verteidigte aber weiterhin mit großem Einsatz. Eine Szene wurde zum Symbol dieses Kampfes. In der 58. Minute hätte Tigges den schnellen Doppelpack schnüren können. Nach flacher Flanke von Klaas wurde sein Abschluss gerade noch von Kirkeskov geblockt. Der Ball senkte sich Richtung Tor, Marcel Benger köpfte auf der Linie weg, den Nachschuss verteidigte Münster anschließend im Kollektiv.

Die Angriffswellen rissen nicht ab. Klaas köpfte aus zentraler Position vorbei (62.), Curda setzte einen Eckball-Kopfball am ersten Pfosten neben das Tor (61.) und später einen weiteren Kopfball gut einen Meter über den Kasten (71.). Obermair versuchte sich zudem bei einem Freistoß, zielte Richtung linken Winkel, setzte den Ball aber klar über den Kasten (67.).

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