
Münster. Münster erhöht zum Jahreswechsel mehrere Gebühren. Der Stadtrat hat am Mittwoch entschieden, sowohl die Abwasserabgaben als auch verschiedene Entgelte für Verwaltungsleistungen neu festzusetzen. Wie die Stadt Münster mitteilt, sollen die Anpassungen steigende Kosten ausgleichen und notwendige Investitionen in die städtische Infrastruktur ermöglichen. Damit reagiert die Verwaltung auf höhere Ausgaben in Bereichen wie Bau, Betrieb und Personal.
Mit Beginn des Jahres 2026 zahlen Haushalte in Münster mehr für die Ableitung und Reinigung ihres Abwassers. Grundlage dafür ist eine neue Kalkulation des Amtes für Mobilität und Tiefbau, die der Rat nun bestätigt hat. Nach Angaben der Stadt erhöhen sich die Schmutzwassergebühren um 24 Cent pro Quadratmeter und liegen künftig bei 3,11 Euro. Für die Niederschlagswassergebühr bleibt es bei 95 Cent pro Quadratmeter, sodass nur ein Teil der Entwässerungskosten ansteigt.
Für einen durchschnittlichen Vier-Personen-Haushalt mit einem jährlichen Frischwasserverbrauch von 200 Kubikmetern und einer befestigten Fläche von 130 Quadratmetern ergibt sich damit eine Mehrbelastung von etwa 48 Euro. Die jährlichen Gesamtkosten steigen auf rund 745,50 Euro. Die Stadt führt als Gründe für die Erhöhung unter anderem deutlich gestiegene Bau-, Betriebs- und Unterhaltungskosten an. Auch höhere Personalkosten und notwendige Investitionen in die Technik der städtischen Anlagen spielen eine Rolle. Insgesamt belaufen sich die jüngsten Mehraufwendungen auf 4,5 Millionen Euro.
Laut Verwaltung liegt Münster mit diesen Preisen weiterhin unter dem Landesdurchschnitt. Vergleichszahlen zeigen, dass ähnliche Haushalte in NRW im Jahr 2025 durchschnittlich rund 841,60 Euro zahlen. Für das Jahr 2027 rechnet das Amt für Mobilität und Tiefbau mit einer weiteren Anpassung in ähnlicher Höhe. In den folgenden Jahren erwartet die Stadt zusätzliche Erhöhungen im unteren einstelligen Prozentbereich, weil der kontinuierliche Ausbau und die Funktionsfähigkeit des Abwassersystems gesichert werden müssen. Die Anlagen dienen nicht nur der Entwässerung, sondern auch dem Schutz vor extremen Wetterlagen und der Entlastung der Gewässer.
Neben den Abwassergebühren hebt Münster ab dem 1. Januar 2026 auch verschiedene Verwaltungsentgelte an. Betroffen sind mehrere Ämter, darunter das Bauordnungsamt, das Amt für Finanzen und Beteiligungen, das Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung sowie der Bürger- und Ratsservice. Wie die Stadt Münster erläutert, betreffen die Anpassungen sowohl digitale als auch klassische Dienstleistungen.
Zu den Leistungen, die künftig teurer werden, zählen etwa die Bereitstellung vollständiger digitaler Bau- und Statikakten, die Ausstellung von Förderzusagen für Wohnraum oder die Erstellung von Kopien von Steuer- und Gebührenbescheiden. Auch Ersatzsteuermarken für Hunde sollen ab 2026 mehr kosten. Mit der neuen Gebührenordnung will die Stadt sicherstellen, dass die Kosten für Verwaltungsaufwand, Digitalisierung und steigende Personalaufwendungen angemessen berücksichtigt werden.
Die Anpassungen sollen dazu beitragen, die allgemeine Leistungsfähigkeit der Verwaltung zu erhalten und die finanzielle Belastung durch wachsende Kosten zu verteilen. Für Bürgerinnen und Bürger bedeutet dies zwar höhere Ausgaben, zugleich betont die Stadt jedoch, dass viele Dienstleistungen weiterhin günstiger ausfallen als in vergleichbaren Kommunen.
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