
Münster. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist nicht für alle Menschen gleich einfach. In Münster-Berg Fidel soll deshalb ein neues Gesundheitszentrum entstehen, das Bewohnern bei gesundheitlichen Fragen und der Suche nach passenden Hilfsangeboten Unterstützung bietet. Bis zu 360.000 Euro stellt die Stadt für das Projekt bereit. Noch fehlt allerdings eine Organisation, die den Aufbau und Betrieb übernimmt. Interessierte Träger können sich bis zum 20. November 2026 bewerben.
Das geplante Gesundheitszentrum in Berg Fidel soll eine zentrale Anlaufstelle für die Menschen im Stadtteil werden. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Bewohner, die bestehende Gesundheitsangebote aufgrund sprachlicher, kultureller oder sozialer Hürden bislang nur eingeschränkt nutzen können.
Vorgesehen sind unter anderem Beratungen zu Gesundheitsthemen, Unterstützung bei der Vorbereitung von Arztterminen und Hilfe bei der Suche nach geeigneten medizinischen oder sozialen Anlaufstellen. Außerdem soll die Einrichtung dazu beitragen, bereits vorhandene Angebote im Stadtteil besser miteinander zu vernetzen.
Das Zentrum soll damit vor allem Orientierung und Unterstützung im Gesundheits- und Sozialsystem bieten. Eine eigene medizinische Behandlung ist in dem beschriebenen Konzept nicht vorgesehen.
Der Rat der Stadt Münster hat das Konzept für das neue Stadtteilgesundheitszentrum am 7. Oktober 2026 beschlossen. Für den Aufbau und Betrieb stehen in den Jahren 2027 und 2028 jeweils bis zu 180.000 Euro zur Verfügung. Insgesamt kann die Förderung damit bis zu 360.000 Euro erreichen.
Gesucht wird nun eine Organisation, die den Betrieb der Einrichtung übernimmt. Interessierte Träger sollen über entsprechende fachliche und organisatorische Erfahrungen verfügen. Außerdem erwartet die Stadt eine enge Zusammenarbeit mit bestehenden Einrichtungen, Initiativen und den Menschen im Stadtteil.
Die Frist für die Interessenbekundung endet am 20. November 2026. Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und dem Konzept stellt die Stadt Münster auf ihrer Internetseite bereit.
Ein wichtiger Bestandteil des geplanten Gesundheitszentrums ist die Beteiligung der Menschen aus Berg Fidel. Dabei sollen insbesondere die bereits im Stadtteil aktiven Community-Forscherinnen eine Rolle übernehmen. Sie sollen helfen, gesundheitliche und soziale Bedarfe zu erkennen, passende Angebote zu entwickeln und den Kontakt zu den Bewohnern zu stärken.
Der Aufbau des Gesundheitszentrums ist für 2027 vorgesehen. Als Standort favorisiert die Stadt Räumlichkeiten in der Nähe der Einkaufspassage in Berg Fidel. Dort stehen Immobilien der LEG leer, die für das Projekt infrage kommen. Eine endgültige Standortentscheidung und ein konkreter Eröffnungstermin stehen allerdings noch aus.
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