
Münster. Der Hofflohmarkt Rumphorst Münster hat am Samstag gezeigt, wie viel Leben ein privater Flohmarkt in ein Viertel bringen kann. Zwischen Vorgärten, Einfahrten und Hauseingängen suchten Besucherinnen und Besucher nach Kleidung, Spielzeug, Pflanzen, Haushaltswaren und kleinen Fundstücken.
Anders als bei einem zentralen Flohmarkt standen die Verkaufsplätze nicht auf einem festen Platz, sondern verteilt im Viertel. Mehr als 50 private Stände waren nach den vorliegenden Informationen beteiligt. Die Veranstaltung lief am 30. Mai von 10 bis 16 Uhr und führte Besucherinnen und Besucher durch mehrere Straßen im Rumphorst-Viertel.
Besonders viele angemeldete Stände gab es auf der Grawertstraße. Auch die Stettiner Straße, die Kösliner Straße und der Rostockweg gehörten zu den sichtbaren Stationen des Nachbarschaftsflohmarkts. Dadurch entstand kein klassischer Rundgang mit festen Reihen, sondern ein offenes Stöbern von Haus zu Haus.
Das Angebot reichte von Spielzeug und Kindersachen über Kleidung und Deko bis zu Pflanzen und Haushaltsgegenständen. Damit knüpfte der Hofflohmarkt an ein Format an, das vor allem von der Nähe lebt: Verkauft wird nicht anonym an einem Marktstand, sondern direkt vor der eigenen Haustür.
Mehrere Beispiele aus dem Viertel zeigten die Bandbreite. Vor einem Haus wurden junge Obstbäume angeboten, darunter Feigen, Apfel- und Birnbäume. An anderer Stelle standen Spielzeug und Sammelstücke im Mittelpunkt. Auch kleinere Angebote für Kinder gehörten dazu.
Der Erfolg des ersten Hofflohmarkts lag nicht nur im Verkauf. Das Format brachte Menschen in Straßen, die sonst vor allem Wohnraum sind. Wer durch Rumphorst ging, kam mit Nachbarn ins Gespräch, entdeckte Höfe und Vorgärten und erlebte das Viertel für einige Stunden aus einer anderen Perspektive.
Ob der Hofflohmarkt in Rumphorst wiederholt wird, ist nach den vorliegenden Informationen offen. Der Auftakt zeigte jedoch, dass das Interesse an einem solchen Nachbarschaftsformat in Münster vorhanden ist.
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