
Münster. Beim ersten Treffen des neuen Oberbürgermeisters Tilman Fuchs mit dem IHK-Regionalausschuss für die Stadt Münster ging es um die künftige Zusammenarbeit von Verwaltung und Wirtschaft. Im Mittelpunkt standen Fragen der Verwaltungsmodernisierung, der Stadtentwicklung und die Rolle wirtschaftlicher Expertise in kommunalen Entscheidungsprozessen.
Der Oberbürgermeister stellte in dem Gespräch in Aussicht, die Erfahrungen und das Fachwissen von Unternehmen stärker in die Arbeit der Verwaltung einzubeziehen. „Wir werden das Know-how der Wirtschaft künftig noch stärker und systematischer nutzen“, erklärte Fuchs. Dies solle sowohl interne Veränderungsprozesse in der Verwaltung betreffen als auch die Weiterentwicklung konkreter Projekte in der Stadt.
Dabei machte er deutlich, dass aus seiner Sicht ein gemeinsamer Ansatz notwendig sei: „Mir ist wichtig, dass wir Veränderungen gemeinsam vorantreiben – mit schnellen Verbesserungen dort, wo es möglich ist, und mit tragfähigen Lösungsvorschlägen für größere strukturelle Themen.“
Von Seiten der Wirtschaft wurde vor allem die strategische Rolle der Stadtspitze betont. Der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses Münster, Michael Radau, formulierte die Erwartungen deutlich: „Wirtschaft muss Chefsache sein.“ Priorisierung, Steuerung und grundlegende Entscheidungen sollten aus Sicht der Unternehmen klar auf oberster Ebene angesiedelt sein.
Zugleich signalisierte der Ausschuss die Bereitschaft der Wirtschaft, sich aktiv in Veränderungsprozesse einzubringen. „Die Wirtschaft will Partner bei der Entwicklung tragfähiger Lösungen für Münster sein“, so Radau.
Im Austausch wurde auch das Spannungsfeld zwischen langfristigen Reformen und kurzfristigen Erwartungen thematisiert. Radau räumte ein, dass grundlegende Veränderungen Zeit benötigen: „Veränderungen in Verwaltung und Stadtentwicklung brauchen Zeit.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass frühe Fortschritte wichtig seien: „Kurzfristig sichtbare Ergebnisse sind ein entscheidendes Vertrauenssignal.“
Der Oberbürgermeister griff diesen Punkt auf und verwies darauf, dass Reformprozesse unterschiedlich schnell verlaufen könnten, je nach Komplexität der Themen. Entscheidend sei aus seiner Sicht, dass die Richtung nachvollziehbar und die Zusammenarbeit verlässlich sei.
Inhaltlich befasste sich das Treffen unter anderem mit Entbürokratisierung und beschleunigten Genehmigungsverfahren. Auch die Digitalisierung der Verwaltung, moderne Organisationsstrukturen sowie Fragen des Planens, Bauens und Wohnens – insbesondere mit Blick auf Fachkräfte – spielten eine Rolle. Ein weiteres Thema war die Entwicklung und Verfügbarkeit von Gewerbeflächen im Stadtgebiet.
Der IHK-Regionalausschuss kündigte an, den Dialog mit dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung fortzusetzen. Die angesprochenen Impulse sollen in die weitere Arbeit des Gremiums einfließen. Ziel sei es, die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Münster konstruktiv zu begleiten und wirtschaftliche Perspektiven frühzeitig in kommunale Prozesse einzubringen.
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