Immer mehr Jobs in Münster verlangen Kenntnisse über KI

Die Stadt Münster sperrt wegen einer Sicherheitslücke bei einem Drittanbieter die Online-Terminvereinbarung. Termine sind aktuell nur telefonisch buchbar.
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Münster. Künstliche Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt in Münster deutlich. Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Stellenanzeigen mit einem Bezug zu KI von 2,7 auf 6,1 Prozent gestiegen. Damit hat sich der Wert mehr als verdoppelt, wie eine Analyse der Jobplattform Indeed zeigt. Dafür wurden Hunderttausende Ausschreibungen in den 65 größten deutschen Städten und in 44 Berufsgruppen ausgewertet.

KI-Anteil in Münster steigt auf 6,1 Prozent

Immer mehr Unternehmen in Münster nennen Kenntnisse im Umgang mit künstlicher Intelligenz als Voraussetzung oder gewünschten Bestandteil des Bewerberprofils. Während im Vorjahr lediglich 2,7 Prozent der untersuchten Stellenanzeigen entsprechende Begriffe enthielten, waren es im Juni 2026 bereits 6,1 Prozent. Damit liegt Münster leicht über dem Durchschnitt der untersuchten Großstädte, der innerhalb eines Jahres von 2,4 auf 5,9 Prozent gestiegen ist.

Der Trend ist bundesweit zu beobachten. In keiner der 65 untersuchten Städte ging der Anteil der Stellenanzeigen mit KI-Bezug zurück. Besonders dynamisch entwickelte sich Oberhausen, wo sich der Wert innerhalb eines Jahres auf das 8,4-Fache erhöhte.

München und Berlin führen das Städteranking an

An der Spitze des Rankings steht erneut München. Dort enthalten bereits 17,1 Prozent und damit fast jede sechste Stellenanzeige Begriffe aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz. Berlin folgt mit 16,1 Prozent vor Aachen mit 12,1 Prozent. Auch Stuttgart, Frankfurt am Main, Wolfsburg und Karlsruhe erreichen zweistellige Werte.

Die fünf niedrigsten Anteile wurden dagegen in nordrhein-westfälischen Städten gemessen. Mönchengladbach, Krefeld und Hagen kommen jeweils auf 2,5 Prozent. In Herne liegt der Wert bei zwei Prozent, in Hamm bei 1,8 Prozent. Allerdings hat sich der Anteil in Hamm gegenüber dem Vorjahr um das 4,5-Fache erhöht.

KI ist längst nicht mehr nur in IT-Berufen gefragt

Besonders häufig tauchen KI-Begriffe in Stellenanzeigen aus den Bereichen Daten und Analyse auf. Dort liegt der Anteil bei 36 Prozent. Es folgen die Softwareentwicklung mit 27,3 Prozent, das Marketing mit 17,5 Prozent sowie Medien und Kommunikation mit 15,6 Prozent.

Auch im Personalwesen, im Wirtschaftsingenieurwesen sowie in Forschung und Entwicklung werden entsprechende Kenntnisse zunehmend vorausgesetzt. „Unsere Analyse zeigt, dass sich KI-Kenntnisse zunehmend zu einer Schlüsselqualifikation auf dem Arbeitsmarkt entwickeln“, erklärt Indeed-Ökonomin Virginia Sondergeld.

Weiterbildung wird für Beschäftigte und Unternehmen wichtiger

Nach Einschätzung der Arbeitsmarktexpertin können Beschäftigte ihre Chancen verbessern, wenn sie lernen, KI-Werkzeuge sinnvoll in ihren Berufsalltag einzubinden. Dadurch könnten sie ihre Produktivität steigern und ihr berufliches Profil schärfen.

Auch Unternehmen müssten auf den Wandel reagieren. Es reiche nicht aus, ausschließlich neue Mitarbeiter mit entsprechenden Kenntnissen einzustellen. Ebenso wichtig sei es, die vorhandenen Beschäftigten weiterzubilden und auf den Einsatz neuer Technologien vorzubereiten. Zwar betrifft die Entwicklung vor allem klassische Büroberufe, doch auch in anderen Bereichen wie dem Gesundheitswesen kann künstliche Intelligenz bei administrativen Aufgaben unterstützen.

Für die Untersuchung wertete Indeed im Juni 2026 Hunderttausende Stellenanzeigen aus den 65 größten deutschen Städten und 44 Berufsgruppen aus. Erfasst wurde, wie häufig Begriffe aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz ausdrücklich in den Ausschreibungen vorkamen.

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