
Münster. Die Insolvenz eines großen Hotelbetreibers wirkt sich auch auf den Standort Münster aus. Die Revo Hospitality Group hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet, das zahlreiche Hotelgesellschaften in mehreren europäischen Ländern betrifft. Nach übereinstimmenden Medienberichten sind auch drei Beherbergungsbetriebe in Münster Teil des Verfahrens. Nach aktuellem Stand soll der Hotelbetrieb an allen Standorten fortgeführt werden.
Für Münster ist die Entwicklung vor allem deshalb relevant, weil die betroffenen Häuser unterschiedliche Segmente des lokalen Übernachtungsmarkts abdecken – vom klassischen Stadthotel bis hin zum Hostelangebot in Altstadtnähe. Welche konkreten Auswirkungen das Verfahren vor Ort haben könnte, ist derzeit noch offen.
In Münster betreibt die Revo-Gruppe mehrere Hotels an gut frequentierten Standorten. Dazu zählt das Mövenpick Hotel Münster in unmittelbarer Nähe des Aasees, das seit vielen Jahren zum etablierten Hotelangebot der Stadt gehört. Ebenfalls betroffen ist das H4 Hotel Münster in zentraler Innenstadtlage, das vor allem Geschäftsreisende und Städtetouristen anspricht. Ergänzt wird das Portfolio durch das H.ostel Münster, ein Hostelbetrieb nahe der Altstadt, der vor allem auf jüngere Gäste und Gruppen ausgerichtet ist.
Nach dem derzeit bekannten Stand bleiben alle drei Häuser geöffnet. Buchungen, Übernachtungen sowie der laufende Hotelbetrieb sollen unverändert fortgeführt werden. Öffentliche Angaben dazu, wie viele Beschäftigte an den Münsteraner Standorten tätig sind oder ob es organisatorische Veränderungen geben könnte, liegen bislang nicht vor. Anfragen zur Situation werden derzeit an die Unternehmenszentrale verwiesen.
Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung bleibt die operative Verantwortung grundsätzlich beim Unternehmen, das Verfahren wird jedoch unter gerichtlicher Aufsicht geführt. Ziel ist es, den laufenden Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und parallel ein Sanierungskonzept zu erarbeiten. Für Gäste bedeutet das in der Regel, dass bestehende Buchungen zunächst gültig bleiben und Hotels weiterhin geöffnet sind.
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Gleichzeitig bleiben einige Fragen offen. Wie mit bereits gezahlten Beträgen, Gutscheinen oder langfristig geplanten Veranstaltungen umgegangen wird, hängt vom weiteren Verlauf des Verfahrens ab. Auch mögliche Veränderungen bei Betreibern oder Eigentümerstrukturen sind zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. Für den Standort Münster bedeutet das vorerst Kontinuität im Hotelbetrieb, aber auch eine Phase erhöhter Unsicherheit, bis klarere Aussagen vorliegen.
Die Situation in Münster ist Teil eines deutlich größeren Verfahrens. Nach übereinstimmenden Berichten sind rund 125 Hotels in Deutschland und Österreich von der Insolvenz betroffen. Darüber hinaus betreibt die Revo-Gruppe auch Hotels in weiteren europäischen Ländern. Genannt werden unter anderem zahlreiche Standorte in Großstädten wie Berlin, Dresden und Leipzig sowie mehrere Hotels an Flughäfen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz.
Darunter befinden sich sowohl klassische Stadthotels als auch Airport- und Konferenzhotels verschiedener internationaler Marken. Münster ist damit kein Einzelfall, sondern Teil eines breit aufgestellten Hotelportfolios, das von der aktuellen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens erfasst wurde. Für Städte mit mehreren betroffenen Standorten stellt sich daher die Frage, wie stabil der Betrieb mittel- und langfristig gesichert werden kann.
Als Gründe für die wirtschaftlichen Schwierigkeiten werden allgemein stark gestiegene Kosten genannt, etwa für Personal, Energie, Mieten und laufenden Betrieb. Gleichzeitig habe sich die wirtschaftliche Entwicklung in Teilen des Hotelmarkts langsamer entwickelt als erwartet. Investitionen in neue Standorte und Modernisierungen hätten die finanzielle Belastung zusätzlich erhöht.
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