
Münster. Atemwegserkrankungen sind weiterhin der häufigste Grund für Krankschreibungen in Münster. Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 29,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle bei AOK-versicherten Beschäftigten auf diese Diagnosegruppe. Gleichzeitig zeigt der aktuelle AOK-Gesundheitsbericht, dass der Krankenstand in Münster 2026 leicht zurückgegangen ist. Dennoch fehlten Beschäftigte durchschnittlich elf Tage innerhalb von sechs Monaten.
Nach Angaben der AOK NordWest lag der Krankenstand in Münster im ersten Halbjahr 2026 bei 6,1 Prozent. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es noch 6,2 Prozent. Auch die durchschnittlichen krankheitsbedingten Fehltage gingen geringfügig zurück, von 11,2 auf elf Tage je Beschäftigtem.
Grundlage der Auswertung sind die Daten von rund 24.200 AOK-versicherten Erwerbstätigen in Münster. Im Vergleich zu Westfalen-Lippe insgesamt schneidet Münster damit besser ab. Regionsweit lag der Krankenstand im ersten Halbjahr bei 7,0 Prozent. Die Beschäftigten fehlten dort durchschnittlich 12,6 Tage.
Neben Atemwegserkrankungen spielen insbesondere Beschwerden des Bewegungsapparats eine wichtige Rolle. Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten 13,8 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle in Münster. Dahinter folgten Verdauungserkrankungen mit 6,1 Prozent und Verletzungen mit 5,3 Prozent.
Die Zahlen beschreiben den Anteil der jeweiligen Erkrankungsgruppen an allen Krankschreibungen, nicht ihren Anteil an den gesamten Fehltagen. Länger andauernde Erkrankungen können deshalb trotz einer geringeren Fallzahl erhebliche Auswirkungen auf die Fehlzeiten haben.
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