
Münster. Am Dienstag, 10. Februar, um 13 Uhr kommt es in Münster erstmals zu einem direkten Gespräch zwischen dem Wohnungskonzern LEG und dem Nachbarschaftstreff Berg Fidel e.V.. Hintergrund ist die Kündigung der vom Nachbarschaftstreff genutzten Räume in Berg Fidel – ein Konflikt, der den Stadtteil seit Monaten beschäftigt und immer wieder öffentlichen Protest ausgelöst hat.
Dass es nun zu einem festen Termin kommt, gilt als wichtiger Schritt. Bislang war der Austausch zwischen beiden Seiten vor allem von öffentlichen Stellungnahmen geprägt.
Wie ein Sprecher der Initiative Berg Fidel Solidarisch im Gespräch mit ms-aktuell.de erklärt, habe es bereits seit Dezember eine grundsätzliche Bereitschaft der LEG gegeben, in den Dialog zu treten. Ein konkreter Gesprächstermin habe sich jedoch lange nicht realisieren lassen.
Erst jetzt sei es gelungen, beide Seiten an einen Tisch zu bringen. Aus Sicht der Initiative ist das Treffen deshalb vor allem ein Signal, dass der Konflikt nicht länger ausschließlich über öffentliche Kanäle geführt wird.
Mit Blick auf den Ausgang des Gesprächs geht die Initiative mit einer klaren Haltung in den Termin. Ziel sei es, eine Rücknahme der Kündigung zu erreichen. Zugleich betont der Sprecher, dass nicht mit einer schnellen Lösung zu rechnen sei. Das Treffen werde daher weniger als abschließende Entscheidung verstanden, sondern als wichtiger Schritt, um die eigenen Positionen direkt gegenüber der LEG zu vertreten.
Gleichzeitig rechnet der Sprecher damit, dass die LEG zumindest Kooperationsbereitschaft im Dialog zeigt. Das Gespräch werde daher nicht als abschließender Entscheidungstermin verstanden, sondern als Einstieg in einen strukturierten Austausch – mit dem klaren Ziel, die Rücknahme der Kündigung weiter einzufordern.
Der Nachbarschaftstreff nutzt die Räume seit dem vergangenen Jahr als Ort für Beratung, Austausch und ehrenamtliches Engagement. Die Kündigung des Mietverhältnisses hatte im Stadtteil deutliche Reaktionen ausgelöst. Bei einer Versammlung Mitte Januar sowie in den darauffolgenden Wochen hatten zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner ihre Unterstützung für den Treff öffentlich gemacht.
Für viele Menschen in Berg Fidel steht dabei weniger ein einzelnes Mietverhältnis im Mittelpunkt als die Frage, welche Rolle soziale Treffpunkte und nachbarschaftliche Initiativen im Stadtteil künftig spielen können.
Im Umfeld des Gesprächs ist zudem eine Pressekonferenz angekündigt. Ob das Treffen konkrete Ergebnisse bringt oder lediglich den Beginn weiterer Gespräche markiert, ist bislang offen.
Fest steht jedoch: Der Termin am Dienstag gilt als wichtiger Moment im bisherigen Verlauf des Konflikts. Erstmals seit Bekanntwerden der Kündigung sitzen beide Seiten offiziell zusammen – und damit erstmals auch jenseits öffentlicher Schlagabtausche.
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