Lieferando beendet eigene Zustellung in Münster und streicht Fahrerstellen

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Foto : Mika Baumeister

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Münster. Lieferando entlässt Fahrer in Münster: Der Essenslieferdienst trennt sich von seiner gesamten fest angestellten Kurierflotte vor Ort. Nach Medienberichten sind rund 120 Fahrerinnen und Fahrer betroffen. Die Entscheidung ist Teil eines bundesweiten Umbaus der Logistikstrukturen, den das Unternehmen bereits im Sommer angekündigt hatte. Für Kundinnen und Kunden bleibt der Dienst in Münster weiter nutzbar, die Auslieferung erfolgt künftig jedoch nicht mehr durch eigene Beschäftigte.

Rund 120 Kuriere verlieren ihre Anstellung in Münster

In Münster endet damit ein Modell, das Lieferando über mehrere Jahre von anderen Plattformanbietern unterschieden hatte. Die betroffenen Kuriere waren fest angestellt und über eine konzerneigene Logistikgesellschaft eingesetzt. Mit der aktuellen Entscheidung wird diese Struktur vollständig aufgegeben. Die Arbeitsverhältnisse sollen in den kommenden Monaten auslaufen, neue Fahrer werden für den Standort Münster nicht mehr eingestellt.

Der Schritt reiht sich in einen größeren Stellenabbau ein. Lieferando hatte im Sommer 2025 angekündigt, deutschlandweit einen erheblichen Teil der eigenen Fahrerstellen zu streichen. Zunächst war von bis zu 2.000 Arbeitsplätzen die Rede, später wurde die Zahl auf rund 1.500 konkretisiert. Münster gehört nun zu den Städten, in denen die Umstellung vollständig umgesetzt wird. Für den lokalen Arbeitsmarkt bedeutet das den Wegfall zahlreicher Jobs im Bereich der Plattformökonomie, während das Angebot für Restaurants und Kundschaft äußerlich bestehen bleibt.

Gleichzeitig markiert die Maßnahme einen Strategiewechsel. Während Lieferando bislang in vielen Städten auf eigene Zustellflotten setzte, zieht sich das Unternehmen in einzelnen Regionen aus der operativen Logistik zurück. Künftig konzentriert sich der Konzern stärker auf den Betrieb der Bestellplattform und die Vermittlung zwischen Restaurants und Kundinnen und Kunden.

Plattform bleibt aktiv, Zustellung wird an externe Partner übertragen

Trotz der Kündigungen bleibt Lieferando nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld in Münster aktiv. Bestellungen über App und Website sollen weiterhin möglich sein, angeschlossene Restaurants können den Dienst unverändert nutzen. Die Auslieferung übernimmt künftig jedoch nicht mehr Lieferando selbst.

Stattdessen soll die Zustellung vollständig über externe, örtliche Logistikunternehmen erfolgen. Diese Partner sind in der Regel auch für andere Auftraggeber tätig und übernehmen die Lieferung im Stadtgebiet. Für Kundinnen und Kunden bedeutet das vor allem, dass die Bestellung weiterhin über Lieferando abgewickelt wird, der Fahrer an der Haustür jedoch nicht mehr direkt für das Unternehmen arbeitet.

Ein solches Modell ist in der Branche verbreitet. Plattformen wie Uber Eats oder Wolt setzen bereits seit Längerem auf externe Fahrerstrukturen. Lieferando folgt mit der Umstellung in Münster diesem Ansatz zumindest an einzelnen Standorten und passt seine Logistik damit an die Bedingungen des stark umkämpften Marktes an.

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Münster Teil eines bundesweiten Umbaus

Die Entscheidung für Münster steht im Zusammenhang mit einer umfassenderen Restrukturierung. Auch der Mutterkonzern Just Eat Takeaway hat international Stellenstreichungen angekündigt und verweist dabei auf Effizienzsteigerungen und Automatisierung. Der Markt für Essenslieferungen gilt als stark umkämpft, steigende Kosten und geringer wirtschaftlicher Spielraum setzen die Anbieter unter Druck.

Für Münster bedeutet der Schritt einen deutlichen Einschnitt hinter den Kulissen. Während der Service für Nutzerinnen und Nutzer sichtbar bestehen bleibt, verändert sich die Arbeitsrealität für die Fahrer grundlegend. Die Stadt reiht sich damit in eine wachsende Zahl von Standorten ein, an denen Plattformunternehmen ihre Geschäftsmodelle neu ausrichten, ohne dass dies für die Kundschaft unmittelbar erkennbar ist.

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