Grundschulen
- Matthias-Claudius-Schule Handorf (Neubau)
- Gottfried-von-Cappenberg-Schule (Ertüchtigung Küche)
- Matthias-Claudius-Schule Gut Insel (Ertüchtigung Küche)
- Eichendorffschule Angelmodde (Ertüchtigung Küche)
- Davertschule (Ertüchtigung Küche)
Münster. Der Schulbau in Münster steht vor einer Neuordnung. Angesichts steigender Schülerzahlen und des ab 2026 geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung hat die Stadt eine strategische Schulbauplanung vorgelegt, die festlegt, welche Projekte in den kommenden zehn Jahren Vorrang haben sollen. Der Rat der Stadt befasst sich im März mit der Vorlage, zuvor werden die Bezirksvertretungen und der Ausschuss für Schule und Weiterbildung beteiligt.
Seit mehreren Jahren investiert die Stadt massiv in Schulen. Neubauten, Erweiterungen und Umbauten prägen das Stadtbild, gleichzeitig wächst der Bedarf weiter. Mehr Kinder, zusätzliche Schulplätze und veränderte pädagogische Anforderungen führen dazu, dass vorhandene Kapazitäten vielerorts nicht mehr ausreichen. Besonders der Anspruch auf Ganztagsbetreuung in der Primarstufe erhöht den Druck, ausreichend Räume für Unterricht, Betreuung und Verpflegung bereitzustellen.
Mit der neuen Prioritätenliste will die Stadt ihre Schulbauprojekte systematisch ordnen. Ziel ist es, Schulraum in der jeweils passenden Schulform und an geeigneten Standorten bereitzustellen, ohne den städtischen Haushalt zu überfordern. Die Planung versteht sich dabei als strategischer Rahmen. Sie legt fest, wo der Bedarf am dringendsten ist, ersetzt aber keine Einzelentscheidungen zu Bauumfang, Zeitplan oder Finanzierung.
Die Schulbauprojekte wurden in mehrere Prioritätsstufen eingeteilt. Besonders dringlich sind Maßnahmen, bei denen kurzfristig Engpässe drohen oder gesetzliche Vorgaben erfüllt werden müssen. Dazu zählen vor allem Neubauten von Grundschulen, umfangreiche Umbauten an Gesamtschulen sowie Erweiterungen an Schulzentren. Auch der Bau zusätzlicher Sporthallen spielt eine Rolle, da diese häufig Voraussetzung für den regulären Schulbetrieb sind.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Offenen Ganztag. Um den Rechtsanspruch umzusetzen, müssen an vielen Grundschulen Küchen, Mensen und Aufenthaltsbereiche ertüchtigt oder neu geschaffen werden. Diese oft kleineren, aber funktional entscheidenden Maßnahmen finden sich deshalb weit oben in der Prioritätenliste. Parallel dazu plant die Stadt größere Bauvorhaben, um langfristig ausreichend Schulplätze in der Sekundarstufe zu sichern.
Gemeinsam halten wir unabhängige Nachrichten frei zugänglich. Was es dir wert ist, entscheidest du.
Die Reihenfolge der Projekte basiert auf einem einheitlichen Bewertungssystem. Berücksichtigt wurden unter anderem der konkrete Raumbedarf im Vergleich zu bestehenden Raumprogrammen, der zeitliche Druck durch die Entwicklung der Schülerzahlen sowie bestehende Versorgungsengpässe. Auch Abhängigkeiten zwischen einzelnen Standorten und der bauliche Zustand der Schulgebäude flossen in die Bewertung ein.
Aus diesen Kriterien ergibt sich eine Empfehlung, in welchem Zeitraum eine Maßnahme umgesetzt werden sollte. Die Stadt betont, dass daraus kein automatischer Baustart folgt. Für jedes Projekt sind weiterhin gesonderte Beschlüsse erforderlich. Ob und wann gebaut wird, hängt letztlich auch von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Stadt und der jeweiligen Haushaltslage ab.
Mit der Schulbauplanung macht die Stadt deutlich, dass der Bildungsbereich auch in den kommenden Jahren ein zentraler Schwerpunkt der Investitionen bleiben wird. Viele Maßnahmen reichen zeitlich über das Jahr 2030 hinaus. Verzögerungen könnten spürbare Folgen haben, etwa fehlende Klassenräume, eingeschränkte Betreuungsangebote oder teure Übergangslösungen wie Containeranlagen.
Gleichzeitig steht die Schulbauplanung in engem Zusammenhang mit anderen städtischen Entwicklungen, etwa neuen Wohngebieten oder veränderten Prognosen bei den Schülerzahlen. Deshalb soll die Prioritätenliste regelmäßig überprüft und angepasst werden. Ziel ist es, flexibel auf neue Anforderungen zu reagieren und Münster langfristig als leistungsfähigen und zukunftsfähigen Bildungsstandort aufzustellen.
Übersicht nach Prioritätsstufen (A–E). Die Einträge sind als Akkordeon aufgebaut und funktionieren auf Smartphone, Tablet und Desktop.
Maßnahmen mit sehr hoher Dringlichkeit, die aus Sicht der Stadt vorrangig behandelt werden sollen.
Maßnahmen, die zeitnah empfohlen werden.
Maßnahmen mit mittlerem Zeithorizont, die nachgelagert vorgesehen sind.
Maßnahmen mit langfristigem Umsetzungshorizont.
Maßnahmen, die derzeit nicht prioritär eingeordnet sind oder zunächst geprüft werden sollen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu