
Münster. Der aktuelle Verkehrsindex des Navigationsanbieters TomTom zeichnet für Münster ein klares Bild: Der Straßenverkehr ist 2025 spürbar zäher geworden. Grundlage der Auswertung sind anonymisierte Daten aus Navigationsgeräten und Apps, die reale Fahrzeiten mit einer Referenz bei freier Fahrt vergleichen.
Für Münster weist der Index eine sogenannte Stau-Rate von 28,5 Prozent aus. Das sind 3,3 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Konkret bedeutet das: Autofahrten dauern im Schnitt mehr als ein Viertel länger als ohne Stau. Eine Strecke, die bei freier Fahrt 30 Minuten beansprucht, verlängert sich rechnerisch auf rund 38 Minuten.
Nicht nur Münster kämpft mit zunehmender Überlastung. Vier der zehn am stärksten belasteten Städte Deutschlands liegen laut Index in Nordrhein-Westfalen. Besonders hoch fällt die Stau-Rate in Essen aus, wo Autofahrer im Schnitt fast 40 Prozent länger unterwegs sind. Auch Köln, Wuppertal und Düsseldorf rangieren im bundesweiten Vergleich weit oben.
Bei der Einordnung der Zahlen ist wichtig, welchen räumlichen Zuschnitt TomTom zugrunde legt. Der Index unterscheidet zwischen dem engeren Stadtgebiet („City“) und dem größeren Metropolraum („Metro“). Je nach Betrachtung können die Prozentwerte deutlich variieren. Für Münster nennt TomTom in der City-Auswertung für 2025 sogar einen durchschnittlichen Stauwert von knapp 40 Prozent sowie rund 71 Stunden Zeitverlust in den Hauptverkehrszeiten.
Als ein wesentlicher Treiber der Belastung gelten anhaltende Großbaustellen. Auch Maßnahmen der Stadtwerke und Stadtnetze spielen dabei eine Rolle, etwa beim Ausbau und der Erneuerung von Strom-, Gas-, Wasser- oder Fernwärmeleitungen sowie Glasfasertrassen. Diese Arbeiten sind für die Infrastruktur notwendig, führen aber kurzfristig zu zusätzlichen Engpässen im Verkehrsfluss.
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Die Prozentzahl im Verkehrsindex beschreibt die durchschnittliche Verlängerung der Fahrzeit. Eine Stau-Rate von 28,5 Prozent heißt, dass aus 45 Minuten freier Fahrt fast 58 Minuten werden. Auf das Jahr gerechnet summiert sich dieser Zeitverlust für Pendler und Vielfahrer zu vielen zusätzlichen Stunden im Auto.
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