
In Münster geht die Stadt künftig konsequenter gegen nicht mehr nutzbare Schrotträder im öffentlichen Raum vor. Ab dem 17. April werden erstmals größere Mengen sogenannter Schrotträder systematisch eingesammelt. Den Auftakt bildet das Kreuzviertel. Ziel ist es, blockierte Fahrradstellplätze schneller freizumachen und die Situation im Straßenraum spürbar zu verbessern. Dafür arbeiten das Ordnungsamt und die Abfallwirtschaftsbetriebe enger zusammen als bisher.
In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrere Tausend Fahrräder jährlich aus dem Stadtgebiet entfernt. Die Zahlen sind kontinuierlich gestiegen. Mit dem neuen Vorgehen soll dieser Wert künftig deutlich erhöht werden. Perspektivisch plant die Stadt, bis zu 10.000 Fahrräder pro Jahr zu beseitigen. Ein Großteil davon sind eindeutig nicht mehr nutzbare Räder, die dauerhaft Stellflächen blockieren.
Zunächst prüft ein städtischer Kontrolldienst die Fahrräder vor Ort. Nur Modelle, die klar als nicht mehr fahrtauglich erkennbar sind, werden markiert. Typische Merkmale sind starke Schäden, Rost oder fehlende zentrale Bauteile. Kleinere Mängel reichen dagegen nicht aus, um ein Fahrrad zu entfernen.
Nach der Markierung übernimmt die Sperrgutabfuhr den Abtransport. Die eingesammelten Räder werden anschließend verwertet, wobei wiederverwertbare Materialien getrennt und recycelt werden.
Nach dem Start im Kreuzviertel sind weitere Einsätze in anderen Stadtteilen vorgesehen. Bis Ende Juni sind Sammelaktionen unter anderem in Pluggendorf, am Hauptbahnhof und in Mauritz-Mitte geplant. Ab Sommer soll der Rhythmus weiter erhöht werden, sodass Kontrollen und Abtransporte regelmäßig stattfinden.
Die verstärkte Entfernung von Schrotträdern ist Teil einer umfassenderen Strategie. Bereits zuvor hatte die Stadt an stark frequentierten Standorten die Infrastruktur angepasst, um Fahrradstellplätze übersichtlicher zu gestalten. Insgesamt soll so mehr Platz für tatsächlich genutzte Fahrräder entstehen und der öffentliche Raum besser organisiert werden.
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