Nach Unfall auf der B51: Fahrer mit Haftbefehl festgenommen

Sechs Mitarbeiter eines Supermarktes in Greven wurden durch ein Spray verletzt. Zwei Männer sind flüchtig. Die Polizei sucht Zeugen.
Foto: Daniel Bautz / Unsplash

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Münster. Nach einem Unfall auf der B51 in Münster sind am Samstagmorgen zwei Insassen eines Autos zunächst zu Fuß geflüchtet. Nach Angaben der Polizei standen beide unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Bei der späteren Festnahme sollen sie Widerstand geleistet haben. Für den 35-jährigen Fahrer hatte der Vorfall zusätzliche Folgen: Gegen ihn lag ein offener Haftbefehl vor, zudem besaß er nach Polizeiangaben keine gültige Fahrerlaubnis.

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Auto prallt gegen Leitplanke – Insassen flüchten

Der Unfall ereignete sich gegen 5.46 Uhr auf der B51 in Fahrtrichtung Warendorf. Nach ersten Ermittlungen der Polizei kollidierte der Wagen kurz vor der Abfahrt zur Dyckburgstraße zunächst mit einem Anpralldämpfer und anschließend mit der Leitplanke. Das Auto geriet ins Schleudern und kam schließlich entgegen der Fahrtrichtung am Rand der Ausfahrt zum Stehen.

Zeugen alarmierten die Polizei. Am Unfallort stellten die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben fest, dass zwei Personen über die Warendorfer Straße und die Bahngleise in Richtung eines Waldstücks geflüchtet waren.

Polizei stellt 31-Jährige und 35-Jährigen

Unterstützungskräfte trafen die 31-jährige Beifahrerin noch in dem Waldstück an. Sie soll bei ihrer Fixierung versucht haben, Polizisten zu kratzen, und die Einsatzkräfte beleidigt haben.

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Der 35-jährige Fahrer setzte seine Flucht nach Polizeiangaben über Gärten und mehrere Straßen fort. Weitere Beamte stellten ihn schließlich an einer Bushaltestelle. Auch er soll sich bei der Festnahme mehrfach gewehrt und versucht haben, Beamte mit Kopfstößen zu verletzen.

Alkohol, Drogen und fehlender Führerschein

Bei der anschließenden Befragung gaben beide laut Polizei an, Alkohol und Betäubungsmittel konsumiert zu haben. Ein Atemalkoholtest ergab bei der 31-Jährigen knapp 1,9 Promille, beim Fahrer knapp 1,5 Promille. Ein Arzt entnahm beiden Personen Blutproben.

Bei der Überprüfung des 35-Jährigen stellte sich zudem heraus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Eine gültige Fahrerlaubnis besaß er nach Angaben der Polizei ebenfalls nicht. Der Mann befindet sich inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt.

Strafverfahren nach Unfall auf der B51

Gegen beide Tatverdächtige wurden Strafverfahren eingeleitet. Welche konkreten Vorwürfe am Ende Gegenstand der Ermittlungen sein werden, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen.

Zusätzliche Arbeiten waren auch an der Unfallstelle notwendig: Aus dem beschädigten Fahrzeug liefen Betriebsstoffe aus und gelangten in das angrenzende Erdreich. Der verunreinigte Boden musste deshalb ausgehoben werden.

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