Nach AfD-Wahlerfolg: Bündnis ruft zu Kundgebung in Münster auf

Nach dem AfD-Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt ist für Montag eine Kundgebung gegen die AfD in Münster angekündigt.

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Münster. Das deutliche Abschneiden der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sorgt auch in Münster für eine unmittelbare Reaktion. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hat für Montagabend eine Kundgebung in der Stubengasse angekündigt. Unter dem Motto „Zeit zum Handeln! AfD stoppen!“ wollen die Organisatoren gegen die Partei demonstrieren und zugleich Solidarität mit ihren politischen Gegnern in Sachsen-Anhalt zeigen.

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Kundgebung gegen AfD am Montag in der Stubengasse

Die Kundgebung soll nach Angaben des Bündnisses am Montag, 7. September 2026, um 18 Uhr in der Stubengasse in Münster beginnen. Das geht aus einem am Sonntag veröffentlichten Instagram-Post des Bündnisses hervor. Darin bezeichnet die Initiative das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt als Anlass, jetzt politisch aktiv zu werden. Zugleich fordert das Bündnis ausdrücklich die unmittelbare Einleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD.

Nach Angaben der Organisatoren soll die Veranstaltung unter anderem Raum für „Wut, Sorge und Vernetzung“ bieten. Zugleich wollen die Teilnehmer Solidarität mit Antifaschistinnen und Antifaschisten in Sachsen-Anhalt zeigen.

AfD liegt in Sachsen-Anhalt deutlich vorn

Auslöser der kurzfristig angekündigten Kundgebung ist die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag. Nach der ARD-Hochrechnung von 19:13 Uhr kommt die AfD auf 44,4 Prozent und liegt damit mit großem Abstand vor der CDU mit 18,4 Prozent. Bei der vorherigen Landtagswahl 2021 hatte die AfD 20,8 Prozent erreicht. Damit zeichnet sich ihr bislang stärkstes Ergebnis bei einer Landtagswahl ab.

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Ein vorläufiges amtliches Endergebnis lag am frühen Sonntagabend allerdings noch nicht vor. Auf der offiziellen Ergebnisseite des Landes waren zu diesem Zeitpunkt 445 von insgesamt 2.660 Wahlbezirken und damit 16 Prozent ausgezählt. Die Landeswahlleiterin rechnet mit dem vorläufigen Ergebnis in der Nacht zu Montag oder am frühen Montagmorgen.

AfD-Landesverband wird als gesichert rechtsextremistisch eingestuft

Der Verfassungsschutz Sachsen-Anhalt stuft den dortigen AfD-Landesverband seit 2023 als gesichert rechtsextremistische Bestrebung ein. Nach Angaben der Behörde richtet sich die politische Agitation des Landesverbandes gegen zentrale Prinzipien der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, darunter die Menschenwürde und das Demokratieprinzip.

Das Münsteraner Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ organisiert seit Jahren Protestaktionen gegen rechtsextreme Gruppen und Veranstaltungen der AfD in Münster.

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