Neue LWL-Filmreihe zeigt die Geschichten bekannter Marken aus Westfalen

Neue LWL-Filmreihe zeigt die Geschichten bekannter Marken aus Westfalen
Luftaufnahme des Werksgeländes der Westfalen AG in Münster. Foto: LWL

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münster/Westfalen. Bekannte Unternehmen aus Münster, Detmold und Bocholt stehen im Mittelpunkt einer neuen Filmreihe des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe. Unter dem Titel „Made in Westfalen“ erzählen kurze Dokumentationen, wie aus regionalen Ideen erfolgreiche Marken und Unternehmen entstanden sind.

Zum Auftakt sind Filme über Sinalco, Rose Bikes und die Westfalen AG aus Münster erschienen. Wie der LWL mitteilt, sollen drei weitere Folgen im Oktober veröffentlicht werden.

Filme verbinden Unternehmensgeschichten mit dem Alltag in Westfalen

Die neue Reihe des LWL-Medienzentrums für Westfalen beschäftigt sich nicht nur mit wirtschaftlichen Erfolgen. Vielmehr sollen die Filme zeigen, wie Unternehmen, Produkte und gesellschaftliche Veränderungen miteinander verbunden sind. Dabei geht es auch um Erfindungen, Konsumgewohnheiten und die Menschen hinter bekannten Marken.

Jede Folge dauert etwa sieben Minuten. Die Dokumentarfilmerin Maria Anna Tappeiner entwickelte das Konzept und führte Regie. Für die Beiträge kombinierte das Team historische Aufnahmen aus dem Filmarchiv des LWL-Medienzentrums mit neu gedrehtem Material. Hinzu kommen Unterlagen aus den jeweiligen Unternehmensarchiven sowie Gespräche mit Fachleuten und Personen, die den Firmen verbunden sind.

Die Filmreihe entstand gemeinsam mit der Stiftung Westfalen-Initiative. Nach Angaben der Beteiligten sollen die Unternehmensgeschichten deutlich machen, wie regionale Entwicklungen über Westfalen hinaus wirken konnten. Dabei stehen vor allem Familienunternehmen im Fokus, die teilweise bereits seit mehreren Generationen bestehen.

Für das LWL-Medienzentrum bieten bekannte Produkte außerdem einen Zugang zur Alltagsgeschichte. Anhand von Getränken, Fahrrädern oder industriellen Erzeugnissen lässt sich nachvollziehen, wie sich Lebensweisen und wirtschaftliche Bedingungen über Jahrzehnte verändert haben. Dadurch richtet sich „Made in Westfalen“ nicht nur an Menschen mit Interesse an Unternehmensgeschichte. Die Reihe soll zugleich regionale Geschichte verständlich und anschaulich vermitteln.

Sinalco, Rose Bikes und Westfalen AG machen den Anfang

Eine der ersten Folgen widmet sich der Getränkemarke Sinalco. Ihre Geschichte begann 1902 in Detmold. Der Film geht unter anderem darauf ein, wie der Markenname entstand und wie sich die Herstellung der Limonade im Laufe der Zeit entwickelte. Der LWL bezeichnet Sinalco als erste Markenlimonade Europas.

Auch Rose Bikes aus Bocholt gehört zum Auftakt der Filmreihe. Der Beitrag zeigt, wie aus einer kleinen Fahrradwerkstatt ein bundesweit bekannter Fahrradhersteller wurde. Außerdem wird erklärt, welche Bedeutung Nähmaschinen und ein Versandkatalog für die Entwicklung des Unternehmens hatten.

Einen direkten Bezug zu Münster hat die Folge über die Westfalen AG. Der Film blickt auf die Geschichte des Familienunternehmens zurück, das ursprünglich den Namen „Sauerstoffwerke AG“ trug. Zudem erfahren die Zuschauer, weshalb das weiße Pferd im Unternehmenslogo früher in die andere Richtung blickte.

Die drei Filme sind nach Angaben des LWL auf der Internetseite des LWL-Medienzentrums sowie auf dem YouTube-Kanal „Westfalen im Film“ abrufbar. Im Oktober sollen drei weitere bekannte Familienunternehmen und Marken aus Westfalen vorgestellt werden.

Auch beim NRW-Tag in Münster ist die Reihe Thema. Dort soll „Made in Westfalen“ zwischen dem 28. und 30. August 2026 auf der Bühne der Stiftung Westfalen-Initiative präsentiert werden. Welche Unternehmen in den kommenden Folgen vorgestellt werden, teilte der LWL zunächst nicht mit.

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