
Münster. Die Entwicklung des York-Quartiers in Münster-Gremmendorf geht in die nächste konkrete Bauphase. Die Stadt Münster hat die Baugenehmigung für das Neubauprojekt „Neue Mitte York“ der Landmarken AG erteilt. Auf dem Baufeld am Albersloher Weg, direkt gegenüber der bestehenden „Gremmendorfer Meile“, sollen zwei Gebäude mit Nahversorgung, Gastronomie, Wohnraum, Tiefgarage und gemeinschaftlich nutzbaren Außenflächen entstehen. Da die Kampfmittelsondierungen auf dem Gelände nach Angaben der Stadt nahezu abgeschlossen sind, kann der Baustart kurzfristig vorbereitet werden. Die Fertigstellung ist bis Mitte 2028 vorgesehen.
Die „Neue Mitte York“ soll künftig eine zentrale Versorgungsfunktion für das wachsende Quartier und den bestehenden Stadtteil Gremmendorf übernehmen. Geplant sind auf rund 14.500 Quadratmetern Nutzfläche zwei Gebäude, in denen Einkaufen, Wohnen und Begegnung miteinander verbunden werden. Im Erdgeschoss sollen großflächige Filialen von Edeka, Lidl und dm entstehen. Ergänzt wird das Angebot durch Gastronomie.
Damit bekommt das York-Quartier einen eigenen Nahversorgungsanker. Die Lage am künftigen Yorkshireplatz ist dabei entscheidend: Das Projekt soll den Übergang zwischen dem bestehenden Gremmendorf und dem neu entstehenden Quartier bilden. Die Stadt sieht in dem Neubau deshalb ein wichtiges verbindendes Element innerhalb eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Münsters.
Das York-Quartier entsteht auf dem Areal der früheren britischen Kaserne in Gremmendorf. Bis 2030 sollen dort rund 1.800 Wohneinheiten entstehen. Hinzu kommen Gewerbeflächen, Gastronomie, Schulen, Kitas und ein Bürgerhaus. Die „Neue Mitte York“ nimmt innerhalb dieser Entwicklung eine besondere Rolle ein, weil sie nicht nur zusätzlichen Wohnraum schafft, sondern zugleich alltägliche Versorgung in das Quartier bringt.
Mit der Baugenehmigung rückt nun ein Projekt näher, das für die künftige Struktur des Stadtteils wichtig ist. Während neue Wohngebäude entstehen, wächst zugleich der Bedarf an Einkaufsmöglichkeiten, kurzen Wegen und Orten, an denen sich Bewohnerinnen und Bewohner begegnen können. Genau diese Funktionen soll das Zentrum am Yorkshireplatz übernehmen.
Neben den Ladenflächen im Erdgeschoss sind in den oberen Etagen unterschiedlich geschnittene Wohnungen vorgesehen. Sie sollen sich an verschiedene Altersgruppen und Lebenssituationen richten. Ein Großteil der Wohnungen soll Balkone oder Loggien erhalten. Damit verbindet das Projekt innerstädtisch geprägte Dichte mit privaten Außenbereichen.
Ein besonderer Bestandteil ist ein Wohnkonzept für ältere Menschen. Vorgesehen sind dort Wohnungen, die ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen sollen. Ergänzt werden sie durch Gemeinschaftsflächen und Serviceangebote. Damit soll die „Neue Mitte York“ nicht nur ein Einkaufsstandort werden, sondern auch ein Wohnort für mehrere Generationen.
Unter den Gebäuden ist eine Tiefgarage mit rund 200 Pkw-Stellplätzen geplant. Zusätzlich sollen mehr als 300 Fahrradstellplätze entstehen, ein großer Teil davon ebenfalls unterirdisch. Rolltreppen und Aufzüge sollen die Parkebenen barrierefrei mit den Ladenflächen, dem künftigen Yorkshireplatz und dem zentralen Boulevard verbinden.
Damit setzt das Projekt auf eine Mischung aus klassischer Erreichbarkeit und fahrradfreundlicher Infrastruktur. Die unterirdische Organisation der Stellplätze soll zugleich dazu beitragen, die Flächen oberirdisch stärker für Wege, Aufenthalt und Begegnung zu nutzen.
Zwischen den beiden Neubauten soll ein öffentlicher Ort entstehen, der als Treffpunkt innerhalb des Quartiers dienen kann. Zusätzlich ist auf den Erdgeschossdächern ein großzügig gestalteter Dachgarten geplant. Er soll den Bewohnerinnen und Bewohnern als ruhige Grünfläche mit Aufenthaltsqualität zur Verfügung stehen.
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