Musik statt Hass: Kundgebung auf dem Domplatz geplant

Am 6. Juni ist auf dem Domplatz Münster die Kundgebung „Musik statt Hass“ geplant. Hintergrund sind die Landtagswahlen 2026.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Für Samstag, 6. Juni, ist auf dem Domplatz in Münster eine Solidaritätskundgebung unter dem Titel „Musik statt Hass“ angekündigt. Beginn ist um 18 Uhr. Organisiert wird die Veranstaltung von Fridays for Future Münster, Omas gegen Rechts Münster und Parents for Future Münster. Das politische Motto lautet „Stoppt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt“.

Bündnis sammelt Spenden für Demokratieprojekte

Unterstützt wird die Kundgebung von einem breiten Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien sowie Klima- und Umweltverbänden. Nach Angaben der Organisatoren sollen bei der Veranstaltung Spenden für Demokratieprojekte in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gesammelt werden. Die auftretenden Bands verzichten demnach auf ihre Gagen.

Geplant sind außerdem Redebeiträge von Vertreterinnen und Vertretern der Omas gegen Rechts und von Fridays for Future aus den beiden Bundesländern. Die Veranstalter rufen Menschen aus Münster und Umgebung dazu auf, sich an der Kundgebung zu beteiligen.

Musik statt Hass in Münster: Landtagswahlen im September als Hintergrund

Hintergrund der Veranstaltung sind die Landtagswahlen im September 2026. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt, in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September. Die Veranstalter begründen ihren Aufruf mit der Sorge vor einem starken Abschneiden der AfD oder einer möglichen Regierungsbeteiligung. Aus ihrer Sicht könnten daraus Folgen für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt entstehen.

Auch die Klimapolitik spielt bei der Kundgebung eine Rolle. Fridays for Future wirft der AfD vor, wissenschaftliche Erkenntnisse zum menschengemachten Klimawandel infrage zu stellen und die Klimabewegung zu diffamieren. Eine Sprecherin von Fridays for Future Münster erklärte dazu, ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt werde dadurch bewusst untergraben.

Mehrere Bands treten auf dem Domplatz auf

Musikalisch wird die Kundgebung von mehreren Gruppen begleitet. Auftreten sollen unter anderem Trio CaoTina, die Bänkelsängerin Gudrun Gunia, HEUTE HÜBSCH, REIF und Die Zwillinge.

Trio CaoTina aus dem Münsterland verbindet nach eigener Darstellung Lieder in verschiedenen Sprachen mit dem Anspruch, kulturelle Verständigung zu fördern. Gudrun Gunia tritt als Bänkelsängerin auf und setzt laut Ankündigung ein musikalisches Zeichen mit antifaschistischer Botschaft. HEUTE HÜBSCH beschreibt den eigenen Stil als „PopRotz“ mit Punkattitüde und Alltagsthemen zwischen Beziehungen, Körperveränderungen und gesellschaftlichen Fragen.

Die Band REIF verbindet poppige, poetische, ruhige und rockige Elemente. Die Zwillinge blicken auf mehr als 35 Jahre Bandgeschichte zurück und stehen für Rock, Lieder über Liebe und Leben sowie Anekdoten zwischen den Stücken.

Veranstalter sprechen von Zeichen für Demokratie und Klimaschutz

Die Kundgebung verbindet damit politische Redebeiträge, Musik und eine Spendenaktion. M. Förster von Parents for Future Münster erklärte, man stehe gemeinsam für Demokratie, Menschenwürde und Klimaschutz. Zugleich dankte Förster den beteiligten Bands für ihre Unterstützung.

AfD liegt in beiden Ländern in Umfragen stark

In beiden Bundesländern erreicht die AfD derzeit hohe Umfragewerte. In Mecklenburg-Vorpommern kam sie in einer INSA-Umfrage im März 2026 auf 34 Prozent. In Sachsen-Anhalt lag sie in einer INSA-Erhebung Ende März bei 38 Prozent. Umfragen sind Momentaufnahmen und keine Vorhersagen des Wahlergebnisses.

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