
Münster-Albachten. Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit ist das neue Feuerwehrhaus Albachten offiziell eingeweiht worden. Der Neubau im Gebiet Albachten-Ost bietet der Freiwilligen Feuerwehr deutlich mehr Platz und moderne Bedingungen für Einsätze, Ausbildung und den täglichen Dienst. Nach Angaben der Stadt Münster belaufen sich die Gesamtkosten auf 5,7 Millionen Euro.
Kernstück des Neubaus ist eine Fahrzeughalle mit Platz für vier Einsatzfahrzeuge. Die Ausfahrt führt zur Marga-Spiegel-Straße. Direkt vor der Halle befindet sich eine größere Multifunktionsfläche, die sowohl für das sichere Ausrücken der Fahrzeuge als auch für Ausbildungs- und Übungszwecke genutzt werden kann.
An die Halle schließt ein eingeschossiger Funktionstrakt an. Dort befinden sich unter anderem Schulungs- und Aufenthaltsräume, ein Büro für die Löschzugführung sowie weitere Nebenräume. Auch die Jugendfeuerwehr kann die Schulungsbereiche nutzen. Getrennte Umkleiden, Duschen und Sanitärbereiche verfügen über direkte Zugänge zur Fahrzeughalle, um im Einsatzfall kurze Wege zu ermöglichen.
Der erste Spatenstich für das neue Feuerwehrhaus war am 19. Februar 2025 erfolgt. Entstanden ist das Gebäude auf einem Grundstück am Barbara-Renz-Weg. Der Haupteingang befindet sich ebenfalls dort.
Bei der Planung griff das Amt für Immobilienmanagement nach Angaben der Stadt auf Erfahrungen aus anderen modernen Feuerwehrhäusern in Münster zurück. Das Konzept wurde anschließend an die Anforderungen des Löschzugs Albachten angepasst. Neben Fahrzeughalle und Funktionstrakt gehört auch eine Wohnung im Obergeschoss zum Gebäude.
Auch bei der Energieversorgung setzt der Neubau auf moderne Technik. Auf dem begrünten Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher und einer Leistung von 24,5 Kilowatt-Peak. Nach Berechnungen der Stadt soll die Anlage einen großen Teil des Strombedarfs decken und jährlich rund sieben Tonnen Kohlendioxid einsparen.
Darüber hinaus kommen unter anderem eine tageslichtabhängige Beleuchtungssteuerung, Bewegungsmelder und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung zum Einsatz. Die Wärmeversorgung erfolgt über ein kaltes Nahwärmenetz in Verbindung mit Wärmepumpen.
Auch die Außenflächen wurden speziell auf die Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehr zugeschnitten. Im östlichen Bereich des Grundstücks gibt es Pkw-Stellplätze für Einsatzkräfte, damit sie im Alarmfall schnell zum Feuerwehrhaus gelangen können. Die Infrastruktur ist bereits auf eine spätere Nutzung von Elektromobilität vorbereitet.
Südlich des Gebäudes befinden sich außerdem Fahrradstellplätze. Neue Baumpflanzungen und Hecken sollen das Grundstück begrünen. Für Niederschlagswasser wurden Rückhalteflächen und eine oberflächennahe Wasserführung eingeplant, die zugleich bei Starkregenereignissen helfen sollen.
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