Bewaffneter Mann drängt bei Wahlkampfauftritt auf Amy Acton zu

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einem Wahlkampfauftritt der demokratischen Gouverneurskandidatin Amy Acton im US-Bundesstaat Ohio ist ein bewaffneter Mann durch eine Menschenmenge in Richtung der Politikerin vorgedrungen. Sicherheitskräfte stoppten den 38-Jährigen am Sonntag, 6. September 2026, auf der Canfield Fair im Nordosten des Bundesstaates. Acton selbst blieb nach Angaben der Behörden und ihres Wahlkampfteams unverletzt.

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Mehrere Menschen kamen während des Vorfalls zu Fall. Actons Wahlkampfteam teilte mit, es habe mehrere Verletzte gegeben. Das Mahoning County Sheriffbüro bestätigte, dass mindestens zwei Menschen umgestoßen wurden. Genaue behördliche Angaben zur Zahl der Verletzten und zur Schwere möglicher Verletzungen lagen zunächst nicht vor.

Der Vorfall bei Amy Acton in Ohio wird von der Ohio State Highway Patrol und den örtlichen Ermittlungsbehörden untersucht. Zu den Hintergründen und einem möglichen Motiv machten die Behörden zunächst keine Angaben.

Behörden schildern Vorfall auf der Canfield Fair

Nach Darstellung der Ohio State Highway Patrol drängte sich der Tatverdächtige durch eine Menschenmenge, während Acton bei der Canfield Fair einen Wahlkampfauftritt absolvierte. Die Veranstaltung fand am Stand der Demokratischen Partei im Mahoning County statt.

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Auch das Sheriffbüro schilderte, dass der Mann gegen etwa 14.30 Uhr Ortszeit in den Bereich gekommen sei, in dem Acton vor Besucherinnen und Besuchern sprach. Er habe dabei mit einem Mobiltelefon Aufnahmen gemacht und begonnen, sich durch die Menge zu schieben.

Nach Angaben der Behörden griffen Mitglieder des für Acton eingesetzten Sicherheitsdienstes ein. Dieser umfasste Beamte der Ohio State Highway Patrol. Der Mann wurde gestoppt und anschließend in Gewahrsam genommen.

Unklar blieb zunächst, warum er sich in Richtung der Kandidatin bewegte und welches Ziel er dabei verfolgte. Behördliche Angaben zu einem politischen oder anderweitigen Motiv lagen zunächst nicht vor.

Mindestens zwei Menschen wurden zu Boden gestoßen

Das Mahoning County Sheriffbüro erklärte, dass während des Gedränges zwei Menschen zu Boden gestoßen worden seien. Die Ohio State Highway Patrol sprach darüber hinaus davon, dass mehrere Personen in der Menge umgestoßen worden seien.

Actons Wahlkampfteam erklärte nach dem Vorfall, mehrere Menschen seien verletzt worden. Die Kandidatin selbst und ihr Ehemann seien unverletzt geblieben. Auch Ohios republikanischer Gouverneur Mike DeWine bestätigte später, dass Acton nicht verletzt worden sei.

Eine vollständige behördliche Bilanz zum Gesundheitszustand der betroffenen Besucherinnen und Besucher lag zunächst nicht vor. Damit blieb zunächst offen, wie viele Menschen medizinisch behandelt werden mussten.

Waffen wurden nach Behördenangaben nicht eingesetzt

Bei dem Tatverdächtigen wurden nach Angaben der Ermittler mehrere Waffen festgestellt. Die Ohio State Highway Patrol erklärte, der Mann habe zwei Pistolen und ein Elektroschockgerät bei sich gehabt. Das Mahoning County Sheriffbüro teilte seinerseits mit, nach der Festnahme seien zwei Handfeuerwaffen und ein Schlagring sichergestellt worden.

Für die Bewertung des unmittelbaren Geschehens ist eine weitere Angabe der Ermittler von Bedeutung: Nach Darstellung des Sheriffbüros wurde keine der sichergestellten Waffen gezogen oder aus ihrer Halterung genommen. Hinweise darauf, dass bei dem Vorfall geschossen wurde, lagen nicht vor.

Damit unterscheidet sich der von den Behörden bislang geschilderte Ablauf von einem Angriff unter Einsatz einer Schusswaffe. Der zentrale Vorwurf bezieht sich nach dem bisherigen Ermittlungsstand darauf, dass sich der Tatverdächtige gewaltsam durch die Menge bewegt und dabei andere Menschen zu Fall gebracht haben soll.

Tatverdächtiger befindet sich in Untersuchungshaft

Der 38 Jahre alte Tatverdächtige wurde in das Gefängnis des Mahoning County gebracht. Im öffentlichen Haftregister waren am Montag zwei Vorwürfe wegen Assault sowie ein Vorwurf wegen Disorderly Conduct aufgeführt. Eine abschließende gerichtliche Bewertung der Vorwürfe steht noch aus.

Eine öffentliche Stellungnahme des Tatverdächtigen, eines Anwalts oder von Angehörigen lag bis Montag zunächst nicht vor. Der Tatverdächtige äußerte sich auf Anfrage der New York Times nicht. Ob er bereits anwaltlich vertreten wurde, war zunächst ebenfalls nicht bekannt.

Für den Tatverdächtigen gilt die Unschuldsvermutung. Ob sich aus den weiteren Ermittlungen zusätzliche oder veränderte strafrechtliche Vorwürfe ergeben, war zunächst offen.

Das Sheriffbüro kündigte an, die weiteren Schritte mit der zuständigen Staatsanwaltschaft abzustimmen. Auch die Ohio State Highway Patrol ist an den Ermittlungen beteiligt. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob eine konkrete Bedrohung gegen Acton vorlag.

Zu einem Motiv äußerten sich die Ermittlungsbehörden zunächst nicht. Ebenso gab es zunächst keine behördlich bestätigten Angaben, die eine bestimmte politische Zuordnung oder ideologische Motivation des Geschehens belegen würden.

Amy Acton tritt gegen Vivek Ramaswamy an

Der Vorfall ereignete sich in der Schlussphase des Wahlkampfs um das Gouverneursamt in Ohio. Amy Acton ist die Kandidatin der Demokratischen Partei. Ihr republikanischer Gegenkandidat ist der Unternehmer und frühere Präsidentschaftsbewerber Vivek Ramaswamy.

Der derzeitige republikanische Gouverneur Mike DeWine kann wegen der Amtszeitbegrenzung nicht erneut kandidieren. Die Gouverneurswahl in Ohio findet im Rahmen der US-Wahlen im November 2026 statt.

Sowohl DeWine als auch das Wahlkampfteam Ramaswamys verurteilten den Vorfall. Ramaswamys Kampagne erklärte, Kandidaten müssten ohne Sorge vor Gewalt mit Wählerinnen und Wählern zusammentreffen können. DeWine verwies auf die schnelle Reaktion der Sicherheitskräfte und kündigte eine gründliche Untersuchung an.

Acton war während der Corona-Pandemie Gesundheitsdirektorin

Amy Acton war bereits vor ihrer Kandidatur über Ohio hinaus bekannt. DeWine holte die Medizinerin 2019 an die Spitze des Gesundheitsministeriums von Ohio. Während der ersten Phase der Corona-Pandemie trat sie regelmäßig gemeinsam mit dem Gouverneur bei öffentlichen Informationsveranstaltungen auf.

Damit wurde Acton zu einer der bekanntesten Gesundheitsbeamtinnen des Bundesstaates. 2026 gewann sie die demokratische Nominierung für das Gouverneursamt und tritt nun bei der Hauptwahl gegen Ramaswamy an.

Der Zwischenfall auf der Canfield Fair verändert zunächst nichts am laufenden Wahlverfahren. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht weiterhin die Frage, was genau den Tatverdächtigen zu seinem Verhalten veranlasste und ob eine konkrete Bedrohung gegen Acton bestand. Behördliche Erkenntnisse dazu lagen zunächst nicht vor.

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