
Münster. Beim SC Preußen Münster ist der personelle Umbruch an der Spitze offiziell vollzogen. Einen Tag nach der Bekanntgabe der neuen Zusammensetzung stellte sich das siebenköpfige Präsidium erstmals gemeinsam der Öffentlichkeit. Der Tenor der Antrittspressekonferenz war eindeutig: Die künftige Führung versteht sich ausdrücklich als Team und nicht als Ansammlung einzelner Ämter.
Der neue Vorstand setzt sich aus einer Mischung aus erfahrenen Vereinsvertretern und neuen Kräften zusammen. Ziel ist es, den in den vergangenen Jahren eingeschlagenen Kurs fortzuführen und zugleich strukturelle Themen weiterzuentwickeln. Aufsichtsratsvorsitzender Frank Westermann verwies dabei auf die Grundlage, die zuvor gelegt wurde:
„Alle drei haben mit großem ehrenamtlichen Engagement dazu beigetragen, dass die zurückliegenden Jahre so erfolgreich verlaufen sind“, sagte Westermann mit Blick auf die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass das neue Team „viel Leidenschaft für Preußen Münster sowie die nötige Expertise mitbringt“.
Mit Christian Pander übernimmt ein ehemaliger Fußballprofi das Präsidentenamt. In seiner neuen Rolle stellte er weniger seine Person als vielmehr das gemeinsame Arbeiten in den Vordergrund. „Wenn ich von uns und wir rede, meine ich das auch so“, sagte Pander. Seine Erfahrungen aus Mannschaftssport und Profifußball hätten ihn geprägt: „Ich weiß nur zu gut, dass jeder wichtig ist und es jeden einzelnen braucht, um erfolgreich zu sein.“
Der neue Präsident machte zudem deutlich, dass er seine Aufgabe auch aus persönlicher Verbundenheit heraus übernimmt. „Mir liegt es sehr am Herzen, in meiner Heimat- und Geburtsstadt diesen Verein dabei zu unterstützen, sich weiterzuentwickeln“, erklärte Pander.
Ein zentrales Zukunftsthema soll die Entwicklung des Frauen- und Mädchenfußballs werden. Präsidiumsmitglied Noemi Hutter sprach von einem langfristig angelegten Vorhaben. „Da stehen wir ganz am Anfang, wollen strukturiert arbeiten, um eine nachhaltige Lösung zu finden“, sagte sie. Der Anspruch sei es, diesen Bereich perspektivisch im leistungsorientierten Fußball zu verankern und nicht auf kurzfristige Effekte zu setzen.
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Auch das wachsende Umfeld des Vereins spielte bei der Pressekonferenz eine wichtige Rolle. Ole Gläser verwies auf die steigende Mitgliederzahl und die zunehmende Bedeutung der Fanarbeit. „Der Club ist in den letzten Jahren stark gewachsen“, sagte er und betonte, dass Aufgaben künftig auf mehrere Schultern verteilt werden sollen. Ziel sei es, das Vereinsleben insgesamt zu stärken und neue Generationen stärker einzubinden.
Abschließend unterstrich Christoph Mangelmans das Selbstverständnis des neuen Gremiums. „Wir sehen uns nicht als Oberhaupt von über 15.000 Mitgliedern, sondern als Teil dieser Mitglieder“, sagte er. Dieses Rollenverständnis solle die Arbeit des Präsidiums prägen und den Austausch mit der Basis fördern.