
NRW/Münster. Die NRW.BANK in Münster zieht für 2025 eine expansive Förderbilanz. Die Förderbank NRW hat landesweit 16,2 Milliarden Euro neu zugesagt und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Besonders stark wuchsen die Bereiche Wohnraum, kommunale Infrastruktur, Energiewende und Wirtschaftsförderung. Auch für den Regierungsbezirk Münster fällt die Bilanz umfangreich aus: In Infrastruktur und Kommunen flossen 1,1 Milliarden Euro, in den Wohnraum eine gute Milliarde Euro und in die Wirtschaft weitere 588 Millionen Euro. Grundlage sind aktuelle Angaben der NRW.BANK zum Jahrespressegespräch 2026.
Ein Schwerpunkt der Förderbank lag 2025 auf Investitionen in Städte, Gemeinden und öffentliche Einrichtungen. Im Förderfeld Infrastruktur und Kommunen sagte die NRW.BANK landesweit 7,9 Milliarden Euro zu. Das waren 84 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dahinter stehen sehr unterschiedliche Vorhaben, von Bildungsgebäuden über Energieinfrastruktur bis zu Maßnahmen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Allein eine Milliarde Euro floss nach Angaben der Bank in die Bildungsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen. Ein Teil davon entfiel auf Kitas. Auch Investitionen in die öffentliche Sicherheit spielten weiter eine Rolle. Für diesen Bereich nennt die Bank 137,5 Millionen Euro. Dazu zählen etwa Vorhaben rund um Gefahrenabwehr, Feuerwehr oder andere belastbare kommunale Infrastruktur.
Für den Regierungsbezirk Münster zeigt sich damit eine Entwicklung, die auch regional von Gewicht ist. Dass 1,1 Milliarden Euro in Infrastruktur und Kommunen gingen, unterstreicht die Bedeutung der Region innerhalb der landesweiten Förderkulisse. Gerade in Zeiten steigender Investitionsbedarfe bei Schulen, Kitas, Feuerwehrstandorten, Energieversorgung und kommunaler Modernisierung dürfte diese Summe für viele Städte und Kreise relevant sein. Die NRW.BANK verknüpft diesen Kurs inzwischen ausdrücklich mit dem Gedanken von Resilienz. Gemeint ist damit nicht nur klassische Bau- und Modernisierungsförderung, sondern auch die Frage, wie belastbar öffentliche Infrastruktur in Krisen, bei Energiefragen oder in angespannten Sicherheitslagen aufgestellt ist.
Noch stärker fällt der Blick auf den Wohnungsbereich aus. Landesweit erreichte die NRW.BANK im Förderfeld Wohnraum 2025 ein Neuzusagevolumen von fünf Milliarden Euro. Das war ein neuer Rekord. Neben der öffentlichen Wohnraumförderung legten auch die Programme für privates Wohneigentum deutlich zu. Für Neubau, Kauf von Bestandsimmobilien und energetische Modernisierung stellte die Bank in ihren eigenen Wohneigentumsprogrammen 863,9 Millionen Euro bereit. Das entsprach einem Plus von 28,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Als einen wesentlichen Grund nennt die Förderbank die langen Laufzeiten von bis zu 35 Jahren und Zinsbindungen von bis zu 30 Jahren.
Auch für den Regierungsbezirk Münster ist der Bereich Wohnraum einer der größten Posten. Nach Angaben der Bank ging dort eine gute Milliarde Euro in den Wohnungssektor. Das passt zu einer Lage, in der bezahlbarer Wohnraum, Neubau und Sanierung vielerorts zu den drängendsten Themen gehören. Landesweit entstanden laut NRW.BANK gemeinsam mit dem Land rund 13.400 neue Wohneinheiten durch die öffentliche Wohnraumförderung. Gleichzeitig arbeitet die Förderbank daran, ihre Angebote leichter zugänglich zu machen. Mehr als ein Drittel des Volumens ihrer Wohneigentumsprogramme wurde inzwischen über Finanzierungsplattformen vermittelt. Das zeigt, dass Förderung nicht nur inhaltlich ausgeweitet, sondern auch bei den Zugangswegen stärker digital organisiert wird.
Im Förderfeld Wirtschaft vergab die NRW.BANK 2025 landesweit 3,3 Milliarden Euro. Gefördert wurden Unternehmen, Gründungen sowie Investitionen in Transformation und Innovation. Besonders dynamisch entwickelte sich dabei das Volumen für Transformationsprogramme. Allein das Programm NRW.BANK.Invest Zukunft, das im Mai 2025 eingeführt wurde, kam auf Zusagen von 592,9 Millionen Euro. Insgesamt lag das Fördervolumen für die Transformation der NRW-Wirtschaft bei 770,4 Millionen Euro. Die Bank betont zudem, dass ein großer Teil der geförderten Unternehmen aus dem kleinen und mittleren Bereich stammt.
Für den Regierungsbezirk Münster nennt die Förderbilanz 588 Millionen Euro im Bereich Wirtschaft. Das ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Region nicht nur als Wohn- und Kommunalraum, sondern auch als Wirtschaftsstandort stark von der Förderkulisse profitiert. Hinzu kommt der landesweite Effekt, den die NRW.BANK ihrer Arbeit zuschreibt: Mehr als 9.100 Unternehmensvorhaben wurden 2025 gefördert, außerdem fast 1.500 Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben. Nach Angaben der Bank wurden durch ihre Förderung mehr als 46.000 Arbeitsplätze geschaffen. Damit verbindet die Bank ihre wirtschaftspolitische Rolle immer stärker mit Zukunftsinvestitionen, die über klassische Kreditvergabe hinausgehen und gezielt Innovation, Modernisierung und Wettbewerbsfähigkeit stützen sollen.
Ein besonders auffälliger Trend der Förderbilanz betrifft die Energiewende. Förderfeldübergreifend sagte die NRW.BANK hierfür 2025 insgesamt 5,3 Milliarden Euro zu. Im Vorjahr waren es noch 1,6 Milliarden Euro. Im Bereich Infrastruktur und Kommunen standen dabei vor allem Investitionen in Energiewende und Umweltschutz im Vordergrund. Allein in diesem Förderfeld wurden dafür drei Milliarden Euro vergeben, davon 2,2 Milliarden Euro für Windenergie. Diese Zahlen zeigen, dass Klimaschutz und Energieinfrastruktur längst keine Randthemen mehr sind, sondern zu den größten Förderschwerpunkten der Bank zählen.
Daneben gewinnt auch das Thema Sicherheit sichtbar an Gewicht. Die NRW.BANK begründet das mit einer veränderten geopolitischen und wirtschaftlichen Lage. Förderrelevant werden dadurch nicht nur Straßen, Schulen oder Wohnungen, sondern auch widerstandsfähige öffentliche Strukturen. Dazu gehören etwa Gebäude und Einrichtungen, die im Krisenfall verlässlich funktionieren müssen. Für Kommunen kann das erhebliche Auswirkungen haben, weil Investitionsentscheidungen zunehmend unter dem Aspekt der Resilienz betrachtet werden. Für die Region Münster bedeutet das, dass Förderpolitik nicht mehr nur als klassisches Wirtschaftsinstrument zu verstehen ist, sondern auch als Teil einer breiteren Vorsorge- und Modernisierungsstrategie des Landes.
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