
Münster. Die Parfümeriekette Pieper ist planmäßig in das eröffnete Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestartet. Das zuständige Insolvenzgericht in Bochum hat das Verfahren antragsgemäß eröffnet. Für Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigte bedeutet das zunächst Kontinuität: Der Geschäftsbetrieb läuft an allen Standorten uneingeschränkt weiter, auch die Filialen in Münster sind geöffnet. Löhne und Gehälter der Mitarbeitenden werden weiterhin pünktlich gezahlt.
Bereits seit der Antragstellung im November wird das Unternehmen im Rahmen der Eigenverwaltung fortgeführt. Anders als bei einer klassischen Insolvenz bleibt die operative Verantwortung dabei weitgehend bei der bisherigen Unternehmensführung. Diese arbeitet unter Aufsicht eines gerichtlich bestellten Sachwalters an der wirtschaftlichen Neuaufstellung. Ziel ist es, das Unternehmen zu stabilisieren, ohne den laufenden Betrieb zu unterbrechen.
Mit der nun erfolgten Verfahrenseröffnung beginnt die eigentliche Sanierungsphase. In dieser Zeit soll ein Insolvenzplan erarbeitet werden, der die langfristige Fortführung des Unternehmens sichern soll. Das Unternehmen selbst betont, dass der Schritt Teil eines geordneten und vorbereiteten Prozesses sei.
Pieper spricht von einer nachhaltigen Stabilisierung und einer zukunftsfähigen Ausrichtung des Geschäfts. Hintergrund sind anhaltende Belastungen im stationären Einzelhandel. Nachwirkungen der Corona-Jahre, gestiegene Kosten und eine spürbare Konsumzurückhaltung haben auch etablierte Handelsketten unter Druck gesetzt. In der Branche gilt Pieper dennoch als vergleichsweise solide aufgestellt, nicht zuletzt wegen der starken regionalen Verankerung.
In den vergangenen Wochen hatte das Unternehmen bereits signalisiert, dass erste Maßnahmen zur Neuordnung eingeleitet wurden. Dazu gehörten auch Anpassungen im Filialnetz. Einzelne Standorte außerhalb Münsters wurden geschlossen, um Strukturen zu verschlanken und Kosten zu senken.
Für die Kundschaft ändert sich nach aktuellem Stand wenig. Die Geschäfte bleiben geöffnet, Termine und Beratungen laufen weiter. Auch Gutscheine können weiterhin eingelöst werden. Die Warenversorgung gilt als gesichert, neue Lieferungen treffen regulär ein. Ziel sei es, das Vertrauen der Kundinnen und Kunden während des Sanierungsverfahrens aufrechtzuerhalten.
In Münster ist Pieper mit mehreren Filialen vertreten, unter anderem in der Innenstadt und in Hiltrup. Nach Angaben des Unternehmens sind für diese Standorte derzeit keine Schließungen geplant. Die Beschäftigten vor Ort arbeiten weiter im regulären Betrieb. Ob und welche strukturellen Anpassungen es im Zuge des Insolvenzplans geben könnte, ist derzeit noch offen.
In den kommenden Monaten wird entscheidend sein, ob der Insolvenzplan die Zustimmung der Gläubiger findet. Erst dann steht fest, wie die künftige Struktur des Unternehmens aussehen wird. Bis dahin setzt Pieper auf Stabilität, offene Geschäfte und die Fortführung des Tagesgeschäfts.
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