
Münster. Der Ausbau von Photovoltaik in Münster hat auch im Jahr 2025 ein hohes Niveau gehalten. Wie Stadtnetze Münster mitteilen, wurden erneut mehrere tausend neue Anlagen an das Stromnetz angeschlossen. Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Jahre: Solarenergie bleibt ein zentraler Baustein der lokalen Energiewende in Münster.
Innerhalb eines Jahres gingen 2.468 neue Photovoltaikanlagen ans Netz. Zusammen erreichen sie eine Leistung von 28,5 Megawatt. Zum Jahresende waren damit in Münster insgesamt 13.428 Anlagen installiert. Die Gesamtleistung stieg auf rund 173 Megawatt. Besonders größere Dachflächen, etwa auf Mehrfamilienhäusern oder gewerblichen Gebäuden, spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle. Der Zubau liegt damit deutlich über dem Niveau der Jahre vor 2023 und unterstreicht die hohe Investitionsbereitschaft von Privatpersonen und Unternehmen.
Parallel zum Ausbau der Photovoltaik wächst in Münster vor allem die Zahl der Batteriespeicher. Diese Entwicklung beschleunigte sich in den vergangenen drei Jahren deutlich. Allein 2025 wurden 1.668 neue Speicher installiert. Insgesamt kamen seit 2023 rund 5.600 neue Anlagen hinzu. Die verfügbare Speicherkapazität im Stromnetz der Stadt summiert sich inzwischen auf etwa 53 Megawattstunden.
Speicher spielen eine immer größere Rolle für die Netzstabilität. Sie ermöglichen es, Solarstrom zeitversetzt zu nutzen und Lastspitzen besser auszugleichen. Damit reagiert der Ausbau auf steigende Einspeisemengen aus dezentralen Anlagen. Für Haushalte und Betriebe bedeutet das mehr Unabhängigkeit vom Strommarkt, für das Netz eine höhere Flexibilität. Münster entwickelt sich damit zu einem Standort, an dem erneuerbare Energien nicht nur erzeugt, sondern auch intelligent genutzt werden.
Während Photovoltaik und Speicher weiter zulegen, ist bei anderen Erzeugungsarten ein gegenteiliger Trend zu beobachten. Die Zahl der Blockheizkraftwerke sowie der Biomasseanlagen ist seit 2022 rückläufig. Auch im Bereich der Windenergie verringerte sich der Anlagenbestand 2025 leicht. Trotz dieser Rückgänge wuchs die insgesamt installierte Leistung weiter an. Ursache ist unter anderem die Inbetriebnahme leistungsstarker Einzelanlagen im Kraft-Wärme-Kopplungs-Bereich.
In Summe erreicht die installierte Leistung aus erneuerbaren Energien und KWK-Anlagen im Münsteraner Stromnetz knapp 257 Megawatt. Rechnerisch reicht diese Leistung aus, um die Verbrauchsspitzen in der Stadt aus lokal erzeugtem Strom zu decken. Damit stärkt Münster seine Versorgungssicherheit und reduziert die Abhängigkeit von externen Stromlieferungen. Die Stadt reagiert so auf steigende Energiebedarfe und die wachsende Bedeutung dezentraler Erzeugung.
Neben dem technischen Anschluss der Anlagen übernehmen die Stadtnetze Münster auch die Abwicklung der Einspeisevergütungen. Jährlich fließen dabei zweistellige Millionenbeträge an Anlagenbetreibende in Münster. Voraussetzung für die Auszahlung ist die Registrierung der Anlagen im bundesweiten Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur. Die Vergütungen werden im Rahmen des bundesweiten Belastungsausgleichs refinanziert.
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