Polarlichter über Münster: Warum das seltene Himmelsphänomen jetzt sichtbar ist

Seltene Polarlichter über Münster: Starke Sonnenaktivität sorgt für Sichtungen in NRW. Warum das Phänomen jetzt möglich ist.

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Münster. Über Münster sind am Montagabend spektakulär viele und auffallend deutliche Polarlichter zu sehen. Die Leuchterscheinungen zeigen sich nicht nur als schwache Aufhellungen, sondern teils mit klaren Farbstrukturen am Himmel. Beobachtungen aus verschiedenen Stadtteilen und dem Umland bestätigen grüne, rötliche und violette Schleier sowie zeitweise gut erkennbare Lichtbänder. Für eine Region wie Münster ist eine derart intensive Sichtung äußerst selten.

Warum das Phänomen aktuell so stark ausfällt

Der Grund für die ungewöhnlich deutlichen Polarlichter liegt in einer extrem hohen Sonnenaktivität. In den vergangenen Tagen stieß die Sonne große Mengen geladener Teilchen ins All aus. Trifft eine solche Teilchenwolke auf das Erdmagnetfeld, entsteht ein geomagnetischer Sturm. Dieser sorgt dafür, dass die Zone, in der Polarlichter auftreten, weit nach Süden verschoben wird.

Aktuell erreicht dieser geomagnetische Sturm eine hohe Intensität. Nach Angaben der NOAA (US-Behörde für Wetter-, Klima- und Atmosphärenforschung) wird zeitweise die Stufe G4 gemeldet. Das gilt als schwerer geomagnetischer Sturm und schafft die Voraussetzungen dafür, dass Polarlichter auch in mittleren Breiten wie Nordrhein-Westfalen sichtbar werden.

Warum Polarlichter in Münster sonst kaum auffallen

Normalerweise liegt Münster deutlich außerhalb der klassischen Polarlichtzone. In Mitteleuropa sind die Erscheinungen meist nur sehr schwach oder gar nicht mit bloßem Auge erkennbar. Die aktuelle Sturmstärke führt jedoch dazu, dass deutlich mehr Teilchen in die Erdatmosphäre eindringen und dort Sauerstoff und Stickstoff zum Leuchten anregen. Dadurch erscheinen die Polarlichter heller, strukturierter und länger sichtbar als üblich.

Beste Chancen in der Nacht zum Dienstag

Die größte Wahrscheinlichkeit für Beobachtungen besteht in der Nacht zum 20. Januar. Der geomagnetische Sturm ist bereits aktiv und hält nach aktuellen Einschätzungen noch mehrere Stunden an. Morgen sind weitere Sichtungen möglich, allerdings mit abnehmender Intensität.

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Polarlichter in Münster: Tipps für die Beobachtung

Polarlichter sind kein dauerhaftes Schauspiel. Sie treten oft nur in kurzen Phasen auf, weshalb Geduld entscheidend ist. Mehrere Beobachtungsversuche über den Abend verteilt erhöhen die Chancen. Interessant ist zudem, dass viele Sichtungen mit dem Smartphone besser gelingen als mit dem bloßen Auge. Der Nachtmodus und eine ruhige Hand können schwache Farbstrukturen sichtbar machen, die man sonst leicht übersieht.

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