
Calw. Am frühen Montagmorgen ist es bei Calw zu einem Zugunfall gekommen. Ein Regionalzug der Kulturbahn prallte nahe des Ortsausgangs in Richtung Teinach gegen einen großen Felsblock, der in der Nacht auf die Gleise gestürzt war. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand.
Der Unfall ereignete sich in den frühen Morgenstunden. Der Regionalzug war mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, als er auf einen mehrere Kubikmeter großen Felsblock traf, der sich aus einem Hang gelöst hatte. Durch die Wucht des Aufpralls zerbarst der Fels, während der Zugführer eine Vollbremsung einleitete. Erst rund 600 Meter weiter kam der Zug in einem Tunnel zum Stillstand.
Kurz nach dem Zusammenstoß wurde die Feuerwehr alarmiert. Einsatzkräfte aus Calw und Hirsau sowie eine Führungsgruppe aus den umliegenden Ortsteilen rückten mit mehreren Fahrzeugen aus. Die Einsatzstelle galt als schwer zugänglich. Um benötigtes Material heranzuschaffen, nutzten die Feuerwehrleute einen speziellen Schienenrollwagen.
Fünf Fahrgäste sowie der Zugführer konnten den Zug unverletzt verlassen. Die Evakuierung erfolgte mithilfe von Leitern. Nach einer medizinischen Kontrolle durch den Rettungsdienst begleiteten Einsatzkräfte die Reisenden zu Fuß bis zum Bahnhof Teinach, damit sie ihre Fahrt fortsetzen konnten. Der Vorfall wird als aktuelle Meldung aus Calw auch regional aufmerksam verfolgt.
Durch die Kollision wurde der Zug erheblich beschädigt. Dabei traten größere Mengen Hydrauliköl aus. Wie die Feuerwehr mitteilt, befindet sich der betroffene Streckenabschnitt in einem Wasserschutzgebiet mit Quellfassungen. Aus diesem Grund wurde das zuständige Umweltamt hinzugezogen.
Ein Großteil der ausgelaufenen Flüssigkeit konnte aufgefangen werden, sodass nach bisherigen Erkenntnissen keine Verunreinigung des Wassers entstand. Um eine technische Untersuchung des beschädigten Zuges zu ermöglichen, bewegten Feuerwehrkräfte den Wagen mit reiner Muskelkraft bis vor das Tunnelportal.
Gegen späten Vormittag konnte der Feuerwehreinsatz beendet werden. Die Organisation des Abschleppens übernahm anschließend das Bahnunternehmen. Angaben zur Dauer der Streckensperrung lagen zunächst nicht vor. Der Bahnunfall bei Calw macht erneut deutlich, welche Gefahren von Felsstürzen entlang von Bahntrassen ausgehen.
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