Preußen Münster macht die Osttribüne zur Fiffi-Gerritzen-Kurve

Die neue Osttribüne von Preußen Münster heißt offiziell Fiffi-Gerritzen-Kurve und bleibt trotz fast 9.000 Plätzen werbefrei.
Foto: SC Preußen Münster

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Die neue Osttribüne des LVM-Preußenstadions erhält offiziell den Namen „Fiffi-Gerritzen-Kurve“. Damit übernimmt der SC Preußen Münster eine Bezeichnung, die seit Jahren fest in der Fanszene verankert ist. Die nahezu fertiggestellte Tribüne bietet künftig fast 9.000 Stehplätze und soll als atmosphärisches Zentrum des umgebauten Stadions dienen. Zur Saisoneröffnung am 1. August 2026 können die Fans den neuen Bereich erstmals nutzen.

Name erinnert an Preußen-Legende Felix Gerritzen

Namensgeber der Kurve ist Felix „Fiffi“ Gerritzen, der zu den bedeutendsten Spielern in der Geschichte des SC Preußen Münster zählt. Bereits auf den Stufen der früheren Osttribüne war sein Name zu sehen. Nach dem Abriss der alten Ränge im Juli 2025 kehrt die Erinnerung an den früheren Nationalspieler nun in das modernisierte Stadion zurück. Der Schriftzug wurde von Fans gestaltet und ist bereits in den Stehplatzbereichen der Blöcke O1, O2 und O3 angebracht. Später soll der Name zusätzlich auf einer Dachblende sichtbar werden.

Die Bezeichnung „Fiffi-Gerritzen-Kurve“ geht auf die aktive Fanszene zurück. Sie führte den Namen im Jahr 2013 in Absprache mit der Familie Gerritzen für das damalige Stimmungszentrum im Block N ein. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Begriff zu einem festen Bestandteil der Vereins- und Fankultur. Die AG Preußenstadion schlug bereits 2020 vor, den Namen dauerhaft in der neuen Spielstätte zu verankern.

Neue Osttribüne bleibt vollständig werbefrei

Eine Besonderheit der neuen Fiffi-Gerritzen-Kurve ist der Verzicht auf kommerzielle Werbung. Sowohl die Stehplatzbereiche als auch die geplante Dachblende sollen werbefrei bleiben. Damit soll der Charakter der Kurve als von den Fans geprägter Bereich erhalten werden. Die LVM-Versicherung, Exklusivpartner des Vereins und Namensgeber des Stadions, verzichtet auf eine eigene Werbepräsenz auf der Osttribüne.

Für Preußen Münster bedeutet diese Entscheidung allerdings, dass mögliche Vermarktungserlöse entfallen. Der Verein bezeichnet die werbefreie Gestaltung als Ausdruck lebendiger Fankultur und als Alleinstellungsmerkmal der neuen Kurve. Die offizielle Benennung verbindet damit die Modernisierung des Stadions mit der Geschichte des Vereins und den Wünschen der Fanszene.

Kurventaler soll Einnahmeverluste teilweise ausgleichen

Ein Teil der ausbleibenden Werbeeinnahmen soll durch den sogenannten Kurventaler ausgeglichen werden. Dabei handelt es sich um einen Solidaritätsbeitrag, der bereits im Ticketpreis für die Osttribüne enthalten ist. Das Modell entstand nach Angaben des Vereins nach Gesprächen mit Vertretern der Fanszene.

Mit dem Beitrag beteiligen sich die Zuschauer an den Kosten des Werbeverzichts. Zugleich soll der Kurventaler dazu beitragen, die wirtschaftliche Stabilität des Vereins zu sichern. Preußen Münster verbindet damit den Erhalt der besonderen Identität der Fiffi-Gerritzen-Kurve mit den finanziellen Anforderungen des Stadionbetriebs.

Fast 9.000 Stehplätze für die Preußen-Fans

Die neue Osttribüne steht kurz vor ihrer Fertigstellung und wird mit fast 9.000 Stehplätzen der größte Stimmungsbereich im LVM-Preußenstadion. Bei der Saisoneröffnung am 1. August sollen die ersten Fans die neuen Ränge betreten.

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