
Münster. Sechs Spiele ohne Sieg, Tabellenplatz 15, der Druck spürbar – und dann kommt mit dem formstarken VfL Bochum ein Gegner, der seit Wochen nicht verloren hatte. Preußen Münster hat diese Ausgangslage angenommen – und dem Favoriten beim 1:1 einen Punkt abgerungen. Ein Remis, das die Serie der Gäste stoppt und den Preußen zeigt, dass sie im Abstiegskampf bestehen können.
Bochum begann kontrolliert und kam früh zur ersten Großchance: Miyoshi tauchte nach zwölf Minuten frei vor Schenk auf, der Preußen-Keeper blieb Sieger. Auch Holtmann prüfte Schenk wenig später aus spitzem Winkel. Münster brauchte einen Moment, um sich zu befreien, kam dann aber über Standards und zweite Bälle besser ins Spiel – genau jene Heimstärke, die im Vorfeld als Pluspunkt gegolten hatte.
Die Führung fiel in der 35. Minute – und sie war sehenswert. Hendrix erkannte an der Mittellinie den Raum, spielte einen perfekten Steckpass auf Rondic, der frei auf Horn zulief und den Keeper mit einem feinen Lupfer überwand. Startelfdebüt, eiskalter Abschluss – 1:0. In der Folge kontrollierten die Preußen die Partie, Bochum fand kaum Struktur. Selbst ein Handspiel-Aufreger im Gästestrafraum änderte daran nichts.
Nach dem Seitenwechsel bestätigte sich, was der Vorbericht angekündigt hatte: Bochum ist formstark, geduldig – und gefährlich. Die Gäste erhöhten Tempo und Präsenz, Münster stand tiefer. Holtmann und Miyoshi sorgten für Dauerdruck, Schenk musste mehrfach eingreifen, unter anderem spektakulär im Konter gegen Holtmann.
Der Ausgleich in der 59. Minute war folgerichtig. Wittek flankte aus dem Zentrum, Hofmann legte per Kopf ab, Miyoshi hatte zehn Meter vor dem Tor freie Bahn und schob flach zum 1:1 ein. Spätestens jetzt war es ein offener Schlagabtausch.
Münster reagierte auf den Ausgleich mit Mut. Paetow schleuderte lange Einwürfe in den Strafraum, ter Horst und Preißinger verpassten knapp. Auf der anderen Seite blieb Bochum brandgefährlich: Kwarteng schoss aus der zweiten Reihe drüber, Wittek verzog einen Freistoß, Schenk rettete mehrfach.
Die größte Szene der Nachspielzeit gehörte dennoch den Gästen. In der 90.+3 Minute lief Alfa-Ruprecht den Konter über links, brachte den Ball flach in den Strafraum und fand den eingewechselten Olsen. Der kam aus halbrechter Position zum Abschluss – ein grätschender Verteidiger blockte im letzten Moment. Es war die Chance zum Sieg für Bochum.
Am Ende steht ein 1:1, das zur Dramaturgie passt. Münster bestätigt seine Heimstabilität und stemmt sich gegen den Negativlauf, Bochum bleibt zwar ohne Sieg, unterstreicht aber seine starke zweite Halbzeit. Für die Preußen ist der Punkt mehr als nur Statistik: Er zeigt, dass diese Mannschaft lebt – und dass der Weg aus der Druckzone über solche Auftritte führen kann.
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