
Münster. Preußen Münster hat gegen den 1. FC Kaiserslautern trotz großer Moral und eines späten Comebacks verloren. In Münster setzte es am Ende ein 2:3, obwohl Jannis Heuer zweimal traf und der SCP in der Schlussphase noch einmal alles nach vorn warf. Vor 10.642 Zuschauerinnen und Zuschauern im LVM Preußenstadion brachte Kaiserslautern die Führung früh auf die Anzeigetafel, nutzte in der ersten Hälfte mehrere Fehler konsequent aus und verteidigte den knappen Vorsprung in einer hektischen Schlussphase.
Die Partie begann mit hohem Tempo und einer ersten Phase, in der Kaiserslautern energisch nach vorn spielte. Nach wenigen Minuten gab es bereits eine brenzlige Szene, später reklamierten die Gastgeber ein mögliches Handspiel im Strafraum, das Schiedsrichter Patrick Schwengers jedoch nicht als strafbar wertete. In der zehnten Minute geriet Münster dann ins Hintertreffen. Nach einem Foul im Strafraum entschied Schwengers auf Elfmeter, den FCK Kapitän Marlon Ritter zur Führung verwandelte.
Preußen Münster brauchte etwas, um wieder Ruhe ins Spiel zu bekommen, fand dann aber über Standards den Weg zurück. In der 21. Minute führte eine Ecke zum Ausgleich. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum brachte Marvin Schulz den Ball entscheidend in Richtung Jannis Heuer, der aus kurzer Distanz zum 1:1 abschloss. Die Antwort der Preußen passte zu einer Phase, in der die Mannschaft Zweikämpfe annahm und sich ins Spiel arbeitete.
Der Ausgleich hielt jedoch nicht bis zur Pause. Münster leistete sich Ballverluste, und Kaiserslautern nutzte die Räume. In der 40. Minute traf erneut Ritter zum 2:1. Kurz vor dem Halbzeitpfiff fiel dann auch noch das 3:1. Nach einem langen Ball landete die Aktion über die rechte Seite bei Paul Joly, dessen Flanke Norman Bassette per Kopf verwertete. Auf Münsteraner Seite gab es in dieser Phase zudem eine Verwarnung, Jano ter Horst sah in der Nachspielzeit der ersten Hälfte die Gelbe Karte.
Nach dem Seitenwechsel blieb Münster zunächst personell unverändert, obwohl die Möglichkeiten auf der Bank begrenzt waren. Kaiserslautern bekam früh eine Ecke, Münster hielt dagegen und versuchte, über Flanken und zweite Bälle in den Strafraum zu kommen. Oliver Batista Meier suchte mehrfach den Abschluss aus spitzem Winkel, FCK Torwart Julian Krahl war jedoch aufmerksam. Die Gastgeber erhöhten den Druck vor allem über Standards, mehrere Ecken in kurzer Folge sollten den Anschluss erzwingen, doch im Zentrum war Kaiserslautern meist einen Schritt schneller.
Trainer Alexander Ende reagierte nach gut einer Stunde mit einem Doppeltausch. Tobias Raschl und Marvin Schulz gingen vom Feld, Etienne Amenyido und Zidan Sertdemir kamen. Münster blieb über längere Zeit am Strafraum der Pfälzer dran, fand aber zu selten den entscheidenden Pass. In der 62. Minute wurde ein Angriff kurz vor dem Abschluss gestoppt, als Jacob Rasmussen einen Versuch von Imad Rondic im letzten Moment blockte. Auch eine gute Hereingabe von ter Horst verpuffte wenig später, weil Rondic den Ball nicht platziert genug auf das Tor brachte.
Auf der Gegenseite wechselte Kaiserslautern ebenfalls mehrfach und setzte auf frische Beine für Umschaltmomente. Die Partie wurde zunehmend ruppiger. Rico Preißinger sah in der 66. Minute Gelb, kurz darauf wurde auch Ritter nach einer Szene verwarnt. In der 74. Minute kam eine weitere Gelbe Karte für Münster hinzu, Amenyido wurde nach einem Zweikampf im Mittelfeld bestraft. Münster rannte weiter an, doch eine echte Schlussphase mit klaren Chancen deutete sich lange nicht an.
Als das Spiel bereits nach einem kontrollierten Auswärtssieg für Kaiserslautern aussah, kam Münster doch noch einmal heran. In der 87. Minute erzielte Jannis Heuer seinen zweiten Treffer und verkürzte auf 2:3. Vorausgegangen war eine hohe Hereingabe, die Imad Rondic entscheidend verlängerte, sodass der Ball im Strafraum wieder bei Heuer landete. Der Verteidiger blieb im Abschluss konsequent und brachte die Hammer Straße noch einmal zum Beben.
Kaiserslautern reagierte direkt mit einem weiteren Wechsel und versuchte, Zeit und Rhythmus von der Uhr zu nehmen. Schwengers ließ sechs Minuten nachspielen, und Münster hoffte auf den letzten Moment. In der Schlussphase gab es noch einige Unterbrechungen, unter anderem musste Jacob Rasmussen im eigenen Strafraum behandelt werden. Die Preußen warfen alles nach vorn, kamen aber nicht mehr zu der einen sauberen Abschlussaktion, die zum Ausgleich gereicht hätte.
Die größte Gelegenheit auf die Entscheidung hatte in der Nachspielzeit allerdings der FCK. In einem Konter lief Kaiserslautern in Überzahl auf das Tor zu, doch Kenny Prince Redondo scheiterte aus kurzer Distanz an Johannes Schenk. Kurz danach sah Leon Robinson wegen eines Fouls bei einem Umschaltmoment noch die Gelbe Karte. Münster blieb bis zum Abpfiff in Reichweite, am Ergebnis änderte sich jedoch nichts mehr. Am Ende stand eine 2:3 Niederlage, die vor allem durch die erste Halbzeit und die dortigen Gegentreffer geprägt war.
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