Preußen Münster verliert in Münster gegen Havelse zum Start unter Schwartz

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Foto: SC Preußen Münster

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Münster. Der SC Preußen Münster hat das Testspiel in Münster gegen den TSV Havelse mit 0:1 verloren. Für Preußen Münster war es das erste Spiel unter dem neuen Trainer Alois Schwartz, dessen Debüt damit ohne Erfolg blieb. Im Testspiel an der Hammer Straße hatte der Zweitligist zwar über weite Strecken mehr Ballbesitz und in der ersten Halbzeit auch die klareren Möglichkeiten, am Ende nutzte Havelse aber eine seiner Chancen konsequent. Vor allem vor der Pause ließ Münster mehrere gute Gelegenheiten liegen. Nach dem Seitenwechsel verlor die Mannschaft zunehmend den Zugriff, während Havelse zielstrebiger wirkte und sich den Sieg durch einen Kopfballtreffer sicherte.

Preußen Münster vergibt vor der Pause mehrere gute Chancen

Die Anfangsphase gehörte den Gastgebern. Münster startete mit viel Aggressivität, suchte früh den Weg nach vorn und hatte schnell mehr Spielanteile. Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Preußen das Geschehen kontrollieren wollten. Die erste große Möglichkeit hatte Imad Rondic nach einem direkten Abschluss. Der Ball wurde jedoch auf der Linie geklärt. Kurz darauf versuchte es Tobias Raschl nach Vorarbeit von Oliver Batista Meier mit einem Heber, der sein Ziel verfehlte. Auch eine Flanke auf Raschl brachte keinen Ertrag.

Besonders auffällig war die Szene nach einem Steilpass von Jorrit Hendrix, als Rondic frei vor dem Tor auftauchte, aber am Havelser Schlussmann Norman Quindt scheiterte. Münster hätte zu diesem Zeitpunkt führen können, vielleicht sogar müssen. Auf der anderen Seite meldete sich auch Havelse mit einer großen Gelegenheit, als Leon Sommer nach einer Ecke per Kopf die Latte traf. Dennoch wirkte Preußen Münster in dieser Phase insgesamt etwas aktiver, auch wenn die Angriffe oft umständlich zu Ende gespielt wurden.

Zusätzliche Probleme brachte die Verletzung von Rondic mit sich. Der Angreifer musste noch vor der Pause vom Feld, nachdem er offenbar am Schienbein getroffen worden war. Für ihn kam Shin Yamada ins Spiel. Zur Halbzeit blieb deshalb der Eindruck, dass Münster zwar Vorteile hatte, diese aber nicht in ein Tor ummünzen konnte.

Nach dem Seitenwechsel kippt das Testspiel zugunsten von Havelse

Auch nach der Pause veränderte sich die Partie zunächst personell, später dann auch spielerisch. Münster stellte um, Jannis Heuer übernahm die Kapitänsbinde, und es deuteten sich zahlreiche Wechsel an. Zunächst suchten die Preußen weiter ihre Möglichkeiten, etwa durch einen Abschluss von Yassine Bouchama oder eine Kontersituation, in der Yamada den Moment zum Abschluss verpasste. Dann wurde das Spiel jedoch zunehmend unruhig. Starker Wind und Hagel erschwerten die Bedingungen, Schiedsrichter Henry Schröder unterbrach die Partie zwischenzeitlich sogar.

Nach dieser Unterbrechung kam Havelse besser zurück. Der Drittligist übernahm mehr und mehr das Kommando, presste entschlossener und wirkte in den entscheidenden Momenten klarer. Münster fand offensiv kaum noch zwingende Lösungen und verlor an Struktur. In der 62. Minute fiel dann das entscheidende Tor. Nach einer Flanke von Marko Ilic traf Christopher Schepp per Kopf am langen Pfosten zum 0:1. In der Defensive wirkte Münster in dieser Szene unsortiert.

Auch in der Schlussphase kam von den Preußen zu wenig. Ein Kopfball von Yamada, ein Versuch von Lokotsch und ein später Abschluss von Schepp an den Außenpfosten auf der Gegenseite änderten nichts mehr daran, dass Havelse die Partie insgesamt kontrollierter zu Ende spielte. Für Preußen Münster war es damit ein ernüchternder Auftritt, bei dem die besseren Ansätze aus der ersten Halbzeit nicht ausreichten.

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Misslungenes Debüt für Alois Schwartz vor dem Ligabetrieb

Das Ergebnis rückt das Testspiel natürlich nicht über die anstehenden Pflichtaufgaben hinaus, dennoch dürfte der Auftritt dem neuen Trainerteam einige Hinweise geliefert haben. Münster zeigte im ersten Durchgang, dass sich Chancen erspielen lassen, ließ aber die nötige Konsequenz vor dem Tor vermissen. Nach dem Seitenwechsel fehlten dann Präsenz, Klarheit und Stabilität. Dass Havelse als Drittligist die Partie in weiten Phasen kontrollierte, dürfte aus Sicht des SCP ein Warnsignal sein.

Gerade weil es das erste Spiel unter Alois Schwartz war, wird die Niederlage genauer betrachtet werden. Ein Trainerwechsel weckt meist die Hoffnung auf neue Impulse, mehr Ordnung und ein sichtbares Signal. Davon war in dieser Begegnung nur phasenweise etwas zu erkennen. Der Ballbesitz allein reichte nicht, um das Spiel zu bestimmen. Vielmehr zeigte sich, dass Münster bei Tempo, Entscheidungsfindung und Durchschlagskraft noch deutlich zulegen muss.

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