
Der Fußball-Zweitligist SC Preußen Münster beschäftigt sich erstmals strukturiert mit der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts. Gemeinsam mit Studierenden der FH Münster wurde zunächst untersucht, wie andere Profivereine ihre Aktivitäten im Bereich Nachhaltigkeit dokumentieren. Das Projekt liefert dem Verein eine Grundlage, um künftig eigene Berichtsstrukturen aufzubauen.
Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt im Profifußball zunehmend an Bedeutung. Auch für Preußen Münster rückt damit die Frage in den Fokus, wie ökologische, soziale und organisatorische Aspekte des Vereinsbetriebs transparent dargestellt werden können. Dazu gehören unter anderem Energieverbrauch, Mobilität von Fans, Ressourceneinsatz im Stadionbetrieb oder gesellschaftliche Projekte eines Clubs.
Im Rahmen eines Praxisprojekts am Fachbereich Wirtschaft der Münster School of Business analysierten Studierende bestehende Nachhaltigkeitsberichte aus dem Profifußball. Ziel war es, die Qualität und Struktur dieser Berichte zu vergleichen und daraus Erkenntnisse für zukünftige Veröffentlichungen zu gewinnen. Die Ergebnisse sollen dem Verein helfen, zentrale Themenfelder und mögliche Formate für einen eigenen Bericht zu identifizieren.
Für die Untersuchung wurden Nachhaltigkeitsberichte mehrerer deutscher Profivereine ausgewertet. In die Analyse einbezogen waren unter anderem Veröffentlichungen von Borussia Dortmund, dem SC Freiburg, dem FC Augsburg, dem SC Paderborn und dem SV Werder Bremen. Diese Clubs zählen zu den Vereinen, die bereits ausführlich über Nachhaltigkeitsaktivitäten berichten.
Im Mittelpunkt der Untersuchung stand nicht die Bewertung einzelner Maßnahmen der Vereine. Stattdessen konzentrierte sich die Analyse auf die Darstellung der Inhalte. Bewertet wurden beispielsweise Struktur, Verständlichkeit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Berichte. Damit sollte herausgefunden werden, wie verständlich Nachhaltigkeitsthemen im Profifußball kommuniziert werden und welche Modelle sich für eine eigene Berichterstattung eignen könnten.
Die Studierenden arbeiteten in mehreren Projektgruppen und untersuchten unterschiedliche Themenfelder. Dazu gehörten unter anderem Emissionen, Wasserverbrauch, Gesundheitsangebote, Bildungsinitiativen sowie Aspekte von Vielfalt und gesellschaftlicher Teilhabe. Auf diese Weise entstand ein Vergleich der unterschiedlichen Ansätze, mit denen Fußballvereine Nachhaltigkeit dokumentieren.
Die Auswertung zeigte deutliche Unterschiede zwischen den untersuchten Veröffentlichungen. Einige Berichte folgen bereits klaren Strukturen und internationalen Standards, während andere stärker auf einzelne Projekte oder Aktivitäten fokussieren.
Der Hintergrund solcher Projekte liegt auch in einer Entwicklung auf Ebene des Profifußballs insgesamt. Nachhaltigkeit spielt zunehmend eine Rolle bei der strategischen Ausrichtung von Clubs und in den Regularien der Ligaorganisationen. In der Lizenzierungsordnung der Deutschen Fußball Liga wurden entsprechende Kriterien in den vergangenen Jahren erweitert.
Für viele Vereine bedeutet das, interne Prozesse stärker zu dokumentieren und bestimmte Bereiche systematisch auszuwerten. Dazu gehören beispielsweise Energie- und Ressourcenverbrauch im Stadionbetrieb, Mobilitätskonzepte rund um Spieltage oder gesellschaftliche Engagements eines Clubs.
Parallel dazu veröffentlichte die Deutsche Fußball Liga zuletzt erstmals einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht für den deutschen Profifußball. Darin werden unter anderem ökologische und gesellschaftliche Aspekte der Bundesliga und der 2. Bundesliga zusammengefasst.
Vor diesem Hintergrund fügt sich auch das Projekt von SC Preußen Münster in eine breitere Entwicklung ein. Der Verein will zunächst verstehen, wie andere Clubs Nachhaltigkeit dokumentieren und welche Themen dabei im Mittelpunkt stehen. Die Analyse der Studierenden soll dafür eine Grundlage liefern.
Ein konkreter Zeitpunkt für die Veröffentlichung eines eigenen Nachhaltigkeitsberichts steht bislang nicht fest. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen jedoch helfen, mögliche Strukturen und Inhalte für zukünftige Berichte zu entwickeln.
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