Stadtteilmarkt in Münster-Mauritz kämpft um seine Zukunft

Die Preise für Lebensmittel steigen immer noch stark.
Quelle: Pixabay, raggio5

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Münster. Der Stadtteilmarkt in Münster-Mauritz steht vor einer entscheidenden Phase. An der Ecke Warendorfer Straße und Oststraße ist das Angebot zuletzt spürbar geschrumpft. Nun reagiert die Stadt Münster mit konkreten Maßnahmen, um den kleinen Wochenmarkt im Viertel zu stabilisieren und dauerhaft zu sichern.

Auslöser der aktuellen Diskussion war eine Anfrage der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Mitte vom Dezember 2025. Hintergrund waren Berichte über mögliche Umstrukturierungen oder sogar eine drohende Schließung. Die Verwaltung hat daraufhin die aktuelle Lage bewertet und Vorschläge unterbreitet, wie der Markt erhalten werden kann.

Weniger Stände, weniger Auswahl: So ist die aktuelle Lage

Der Weggang eines langjährigen Anbieters zum Jahresende 2025 hat die Angebotsvielfalt des Marktes spürbar reduziert. Gerade kleinere Stadtteilmärkte leben von einer ausgewogenen Mischung verschiedener Stände. Wenn ein zentraler Anbieter wegfällt, sinkt oft auch die Attraktivität für Kundinnen und Kunden.

Derzeit zeigt sich die Situation deutlich angespannt. Dienstags sind noch drei Stände vor Ort, freitags lediglich ein Stand. Für einen Wochenmarkt ist das eine kritische Größe. Die verbliebenen Marktbeschicker bemühen sich um weitere Anbieter. Unterstützung kommt von der städtischen Marktmeisterin, die bei der Suche nach zusätzlichen Ständen hilft.

Gleichzeitig gibt es ein positives Signal: Ende November 2025 meldete sich nach Angaben der Stadt eine Person, die bereit ist, künftig die Sondernutzung für den Markt zu übernehmen. Nach weiteren Gesprächen steht fest, dass diese Verantwortung grundsätzlich übernommen werden soll. Operative Details werden derzeit noch geklärt. Damit wäre der Fortbestand des Wochenmarktes Mauritz organisatorisch abgesichert.

Stadt senkt Gebühren und passt Regeln an

Um den Stadtteilmarkt Münster-Mauritz wirtschaftlich zu entlasten, setzt die Verwaltung an mehreren Punkten an. Zunächst wurde die Mindestzahl der Stände, die erforderlich ist, damit ein Markt offiziell als solcher gilt, von vier auf drei reduziert. Damit reagiert die Stadt auf die aktuell geringe Standzahl und verhindert eine formale Gefährdung des Marktbetriebs.

Zudem wird der Markt künftig der Oststraße zugeordnet. Diese liegt in einer günstigeren Tarifzone als die Warendorfer Straße. Die Folge ist eine deutliche Senkung der Sondernutzungsgebühr. Statt bislang 1,00 Euro pro angefangenem Quadratmeter und Tag werden künftig 0,50 Euro fällig. Für kleine Betriebe kann diese Halbierung der Gebühr eine spürbare Entlastung bedeuten.

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Parallel läuft die Umsetzung des Ratsantrags 0034/2024 zur Weiterentwicklung der Wochenmärkte. Innerhalb des Ordnungsamtes wird eine Umstrukturierung vorgenommen, um den Märkten künftig mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Die Abarbeitung des Antrags ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen, ein formeller Bericht soll im Laufe des Jahres folgen.

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