
Münster. Mit der Schließung des Stammgeschäfts an der Bremer Straße verliert Münster einen bekannten Cibaria-Standort. Die Bio-Vollkornbäckerei zieht sich zum Monatsende aus dem Laden zurück und bündelt ihre Präsenz künftig stärker am Mittelhafen. Für das Unternehmen ist es ein Einschnitt an einem Ort, der über viele Jahre eng mit der Geschichte der Bäckerei verbunden war.
Cibaria bezeichnet sich selbst als ökologisch-biologische Vollkornbäckerei. Der heutige Hauptstandort befindet sich am Mittelhafen 46. Das Unternehmen produziert Backwaren aus kontrolliert biologischem Anbau. Technische Enzyme, Konservierungsmittel, Gärstabilisatoren und Gentechnik werden demnach nicht eingesetzt.
Mit der stärkeren Ausrichtung auf den Mittelhafen verlagert sich der Schwerpunkt des Betriebs weiter in Richtung Produktion, Cafébetrieb, Märkte und ergänzende Verkaufswege. Der Standort „cibaria am Hafen“ wird derzeit mit Öffnungszeiten von 10 bis 16 Uhr geführt.
Die Bremer Straße und der Hansaring sind seit längerer Zeit von umfangreichen Bau- und Leitungsarbeiten betroffen. Diese Arbeiten hängen unter anderem mit der Erneuerung wichtiger Versorgungsleitungen und dem Ausbau der Fernwärme zusammen. Für Geschäfte im Umfeld bedeuten solche Maßnahmen häufig Einschränkungen bei Verkehr, Erreichbarkeit und Laufkundschaft.
Gerade Betriebe, die auf spontane Kundschaft angewiesen sind, geraten durch langjährige Baustellen besonders unter Druck. Im Hafen- und Bahnhofsquartier verändern Bauarbeiten, neue Verkehrsführungen und verschobene Wegebeziehungen seit Jahren das gewohnte Umfeld.
Nach Angaben der Stadtnetze Münster wurden zwischen 2022 und 2025 bereits zentrale Fernwärmetransportleitungen im Bereich Bremer Platz und Bremer Straße erneuert. Im Jahr 2026 folgt der Lückenschluss. Neue Leitungen in der Bremer Straße sollen mit vorhandenen Leitungen in der Soester Straße verbunden werden.
Die Stadtnetze begründen die Arbeiten mit der Bedeutung der Fernwärme für die Wärmeversorgung in Münster. Zugleich sind die Maßnahmen technisch aufwendig, weil im Untergrund zahlreiche Leitungen für Strom, Gas, Wasser, Internet und Telefon verlaufen. Der dritte Bauabschnitt am Hansaring begann im Februar 2026. Die Fertigstellung ist nach den Projektunterlagen voraussichtlich erst im dritten oder vierten Quartal 2027 geplant.
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