
Münster. Der USC Münster hat in der Volleyball-Bundesliga einen Punktgewinn gegen den VfB Suhl LOTTO Thüringen knapp verpasst. Nach einem überzeugenden ersten Satz unterlagen die Münsteranerinnen dem Tabellenzweiten mit 1:3. Vor allem der umkämpfte vierte Durchgang entwickelte sich zu einem emotionalen Schlagabtausch, in dem Suhl in der Schlussphase die Nerven behielt.
Münster erwischte in der Halle Berg Fidel einen Auftakt nach Maß. Mit viel Druck im Aufschlag, einer stabilen Annahme und konsequenter Chancenverwertung erspielte sich der USC früh deutliche Vorteile. Der erste Satz ging klar mit 25:15 an die Gastgeberinnen, die das Spielgeschehen kontrollierten und Suhl zu zahlreichen Fehlern zwangen.
Ab dem zweiten Durchgang kippte die Begegnung. Suhl stabilisierte sein Spiel, agierte im Angriff effizienter und bekam zunehmend Zugriff im Block. Münster hingegen verlor an Sicherheit, leistete sich mehr Eigenfehler und fand seltener Lösungen im Abschluss. Die Sätze zwei und drei gingen mit 18:25 und 19:25 an die Gäste, die sich damit die Führung in der Partie erarbeiteten.
Auffällig war dabei vor allem die Leistung von Monika Brancuska. Die Suhler Diagonalangreiferin steigerte sich nach verhaltenem Beginn deutlich und wurde zur dominierenden Spielerin der Partie. Am Ende kam sie auf 29 Punkte und wurde zur wertvollsten Spielerin gekürt.
Der vierte Durchgang bot schließlich alles, was ein Bundesliga-Spiel ausmacht. Suhl setzte sich zunächst deutlich ab und lag zwischenzeitlich mit 16:10 vorne. Münster gab sich jedoch nicht auf, kämpfte sich Punkt für Punkt zurück und schaffte den Ausgleich. In der Schlussphase hatte der USC sogar Satzball und damit die Chance auf den Tie-Break.
Doch Suhl zeigte sich in den entscheidenden Momenten abgeklärt. Mit vier Punkten in Serie drehten die Thüringerinnen den Satz noch und verwandelten den Matchball zum 26:24. Nach 1:34 Stunden Spielzeit stand damit der 3:1-Auswärtssieg für den VfB Suhl fest.
Neben Brancuska überzeugte auf Suhler Seite auch Mackenzie Foley mit 17 Punkten. Münster hielt vor allem durch Amelie Strothoff dagegen, die mit 16 Punkten beste Scorerin des USC war. Esther Spöler kam auf zehn Zähler, Elena Kömmling auf neun, Brianna Ford steuerte acht Punkte bei.
In den Teamstatistiken spiegelte sich der Spielverlauf wider. Suhl war im Angriff effizienter und sammelte mehr direkte Blockpunkte, während Münster vor allem im ersten Satz seine Stärken ausspielen konnte.
Für den USC Münster bleibt die Erkenntnis, dass die Mannschaft mit einem Spitzenteam der Liga über weite Strecken mithalten kann. Nach starkem Beginn fehlte in den entscheidenden Phasen jedoch die letzte Konsequenz, um sich zumindest mit einem Punkt zu belohnen. Suhl hingegen untermauerte mit dem Erfolg seine Rolle in der Spitzengruppe der Bundesliga.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu