Stau in Münster nimmt weiter zu: Autofahrten dauern im Schnitt fast ein Drittel länger

Stau A1 Wermelskirchen
Symbolfoto

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Münster. Nach den aktuellen Auswertungen liegt die Stau-Rate in Münster nun bei 28,5 Prozent. Das entspricht einem Anstieg um 3,3 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Konkret bedeutet dieser Wert, dass Autofahrten in Münster im Durchschnitt fast ein Drittel länger dauern als bei freier Fahrt auf derselben Strecke.

Zur Einordnung: Eine Strecke, die ohne Verkehrsbehinderungen etwa 20 Minuten dauern würde, benötigt unter den aktuellen Bedingungen im Schnitt rund 26 Minuten. Je nach Tageszeit und Streckenabschnitt kann die Verzögerung deutlich höher ausfallen.

Datengrundlage aus Autos und Smartphones

Der Verkehrsindex von TomTom basiert auf einer breiten Datengrundlage. Ausgewertet werden anonymisierte Verkehrsdaten aus fest eingebauten Infotainmentsystemen in Fahrzeugen, von TomTom-Navigationsgeräten sowie von Smartphones. Auf dieser Basis ermittelt das Unternehmen für Städte und Metropolregionen, wie stark sich der Verkehr im Alltag auf die Reisezeiten auswirkt.

Dabei unterscheidet TomTom zwischen dem engeren Stadtgebiet und dem umliegenden Großraum. Die für Münster genannte Stau-Rate von 28,5 Prozent bezieht sich auf den Stadtraum inklusive der wichtigen Pendlerverbindungen.

Baustellen und Pendelverkehr als Hauptursachen

Als wesentliche Gründe für die zunehmenden Verzögerungen gelten die Vielzahl an Baustellen im Stadtgebiet, darunter Maßnahmen an Straßen, Kanälen, Fernwärmeleitungen und Glasfasertrassen. Hinzu kommt der weiterhin hohe Pendelverkehr aus dem Umland, der vor allem zu den Hauptverkehrszeiten die Zufahrtsachsen belastet.

Auch der steigende Fahrzeugbestand spielt eine Rolle. Trotz des Ausbaus von Radwegen und öffentlichem Nahverkehr bleibt das Auto für viele Berufspendlerinnen und -pendler das wichtigste Verkehrsmittel.

Entlastung kurzfristig nicht in Sicht

Eine schnelle Entspannung der Verkehrslage ist derzeit nicht absehbar. Zahlreiche größere Bauprojekte werden Münster auch in den kommenden Monaten begleiten. Gleichzeitig wächst die Stadt weiter, was zusätzlichen Druck auf das bestehende Straßennetz ausübt.

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