Nach Auseinandersetzung am FMO: Ryanair lässt AfD-Politiker stehen

Nach einem Streit am FMO verweigert Ryanair einem AfD-Politiker den Mallorca-Flug. Die AfD bestreitet den Beleidigungsvorwurf.
Symbolfoto: Rudy and Peter Skitterians

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Greven. Für den AfD-Bundestagsabgeordneten Marcel Queckemeyer endete ein geplanter Mallorca-Flug am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO), bevor er überhaupt an Bord gehen konnte. Nach einer Auseinandersetzung am Gate verweigerte Ryanair dem 46-Jährigen am 18. Oktober 2026 die Beförderung. Nach Recherchen der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) soll sich Queckemeyer in einen Streit über Handgepäck eingeschaltet und dabei einen Mitarbeiter der Fluggesellschaft beleidigt haben. Die AfD Niedersachsen bestreitet den Beleidigungsvorwurf ausdrücklich.

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Streit um Handgepäck am Flughafen Münster/Osnabrück

Ausgangspunkt der Auseinandersetzung soll eine Diskussion über Handgepäck anderer Reisender gewesen sein. Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtete, hatte ein Mitarbeiter der Fluggesellschaft Gepäck beanstandet. Queckemeyer soll sich daraufhin in den Streit eingeschaltet haben. Dabei soll es nach Informationen der Zeitung auch zu einer Beleidigung gegenüber einem Beschäftigten mit türkischen Wurzeln gekommen sein. Der genaue Ablauf ist allerdings umstritten. Fest steht, dass der AfD-Politiker seinen gebuchten Flug nach Palma de Mallorca nicht antreten durfte. Ryanair bestätigte den Beförderungsausschluss gegenüber dem WDR und begründete ihn mit störendem Verhalten. Die Fluggesellschaft verwies dabei auf ihre Null-Toleranz-Politik gegenüber unangemessenem Verhalten von Passagieren.

AfD Niedersachsen widerspricht dem Beleidigungsvorwurf

Der niedersächsische AfD-Landesverband bestätigte den Zwischenfall, widersprach jedoch dem Vorwurf einer persönlichen Beleidigung. Nach Darstellung der Partei habe Queckemeyer lediglich die Gepäckbestimmungen, den Kundenservice und eine deutliche Verspätung kritisiert. Er habe sich für andere Passagiere eingesetzt. Die Kritik habe sich gegen die Geschäftspraxis von Ryanair gerichtet und nicht gegen einen einzelnen Mitarbeiter. Das berichtete der NDR am 4. November unter Berufung auf eine Stellungnahme des Landesverbandes. Queckemeyer selbst äußerte sich auf Anfrage des Senders zunächst nicht zu dem Vorfall.

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