Verdi weitet Warnstreiks bei Primark, H&M, Zara und TK Maxx in NRW aus

Verdi weitet Warnstreiks bei Primark, H&M, Zara und TK Maxx in NRW aus
Foto: Jacek Dylag / unsplash

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NRW/Münster/Ibbenbüren. Der Tarifkonflikt im nordrhein-westfälischen Einzelhandel geht weiter. Nach Angaben von Verdi NRW sollen am Freitag Beschäftigte großer Handelsketten wie Primark, H&M, Zara und TK Maxx die Arbeit niederlegen. Auch aus dem Münsterland gibt es eine Beteiligung. Konkret nennt die Gewerkschaft Beschäftigte von Primark Münster und H&M Ibbenbüren, die an einer zentralen Aktion in Gütersloh teilnehmen.

Warnstreiks bei großen Handelsketten in NRW

Verdi NRW ruft im Einzelhandel zu weiteren Arbeitsniederlegungen auf. Am Freitag steht dabei der Textilhandel im Mittelpunkt. Nach Angaben der Gewerkschaft sind unter anderem Beschäftigte von Primark, H&M, Zara und TK Maxx angesprochen. Aktionen sind in mehreren Regionen Nordrhein-Westfalens geplant.

Für Ostwestfalen-Lippe nennt Verdi eine zentrale Aktion in Gütersloh. In Westfalen sind unter anderem Aktionen in Dortmund vorgesehen. Weitere Maßnahmen betreffen nach Gewerkschaftsangaben unter anderem Köln, Düren, Aachen, Neuss, Wuppertal, Düsseldorf, Iserlohn und Essen.

Für das Münsterland ist die Mitteilung präzise formuliert. Beschäftigte von Primark Münster und H&M Ibbenbüren beteiligen sich demnach an der zentralen Aktion in Gütersloh. Eine eigene Streikaktion in Münster nennt Verdi in der Mitteilung nicht. Deshalb lässt sich derzeit auch nicht sicher sagen, ob Kundinnen und Kunden in Münster Einschränkungen bemerken.

Primark Münster und H&M Ibbenbüren beteiligen sich

Der lokale Bezug liegt nicht in einer angekündigten Kundgebung in Münster, sondern in der Beteiligung von Beschäftigten aus dem Münsterland. Verdi nennt ausdrücklich Primark Münster und H&M Ibbenbüren. Beide Gruppen sollen an der Aktion in Gütersloh teilnehmen.

Damit wird der Tarifkonflikt Einzelhandel NRW auch für die Region sichtbar. Gleichzeitig bleibt wichtig, die Fakten nicht zu überdehnen. Aus der Verdi-Mitteilung ergibt sich nicht, dass mehrere Münsteraner Filialen bestreikt werden. Ebenso wenig nennt Verdi eine Flugblattaktion oder Streikversammlung direkt in Münster.

Sauber lässt sich deshalb sagen: Beschäftigte aus Münster und Ibbenbüren beteiligen sich an den Warnstreiks im NRW-Einzelhandel. Die zentrale Aktion für sie findet in Gütersloh statt. Der häufig verwendete Hinweis auf Standorte in Münster sollte daher genauer eingeordnet werden. Belegt ist konkret die Beteiligung von Beschäftigten von Primark Münster.

Tarifrunde betrifft rund 700.000 Beschäftigte

Hintergrund ist die laufende Tarifrunde für den Einzelhandel in Nordrhein-Westfalen. Nach Angaben von Verdi geht es um rund 700.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert sieben Prozent mehr Entgelt. Mindestens sollen es 225 Euro mehr pro Monat sein.

Außerdem fordert Verdi 150 Euro mehr monatlich für Auszubildende. Hinzu kommt die Forderung nach einem tariflichen Mindeststundenlohn von 14,90 Euro. Der neue Tarifvertrag soll nach dem Willen der Gewerkschaft eine Laufzeit von zwölf Monaten haben.

Nach Darstellung von Verdi hat der Handelsverband NRW auch in der dritten Verhandlungsrunde kein verbessertes Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die Arbeitgeberseite ihr bisheriges Angebot unverändert wiederhole. Deshalb kündigt Verdi eine Ausweitung der Warnstreiks Handelsketten NRW an.

Weitere Arbeitsniederlegungen am Samstag angekündigt

Die Warnstreiks enden nicht mit dem Aktionstag im Textilhandel. Verdi kündigt für Samstag weitere Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Einzelhandelsfilialen in Nordrhein-Westfalen an. Zusätzlich sollen Beschäftigte nach Angaben der Gewerkschaft vor Filialen über die laufende Tarifrunde informieren.

Konkrete Standorte im Münsterland nennt Verdi für Samstag in der vorliegenden Mitteilung nicht. Für die Region bleibt daher die Beteiligung von Beschäftigten von Primark Münster und H&M Ibbenbüren an der zentralen Aktion in Gütersloh der belegte lokale Bezug.

Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 30. Juni 2026 geplant. Bis dahin will Verdi den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. Der Konflikt betrifft damit nicht nur große Einkaufsstädte im Rheinland und Ruhrgebiet, sondern auch Beschäftigte aus dem Münsterland.

Quelle: Verdi NRW

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