
Münster. Hitze und Trockenheit erhöhen auch in Münster die Gefahr von Wald-, Flächen- und Böschungsbränden. Seit Mai musste die Feuerwehr bereits zu 27 Vegetations- und Flächenbränden ausrücken. Für größere Einsätze stehen unter anderem vier geländegängige Großtanklöschfahrzeuge bereit, die jeweils 8.500 Liter Löschwasser transportieren können. Zwei Brände im Juli haben bereits gezeigt, wie wichtig Spezialfahrzeuge und eine ausreichende Wasserversorgung im Gelände sind.
Die Feuerwehr Münster hat sich nach Angaben der Stadt auf die zunehmende Gefahr durch längere Hitze- und Dürreperioden eingestellt. Neben den vier Großtanklöschfahrzeugen stehen weitere geländegängige Fahrzeuge des Katastrophenschutzes sowie spezielle Waldbrandausrüstung zur Verfügung. Seit Ende Juni tragen die Einsatzkräfte zudem neue Schutzkleidung für Außenbrandbekämpfung und Technische Hilfeleistung. Das leichtere Material soll die Beweglichkeit verbessern und die Belastung bei Einsätzen unter hohen Temperaturen reduzieren.
Wie aufwendig selbst ein vergleichsweise kleiner Waldbrand sein kann, zeigte sich am 13. Juli im Wolbecker Tiergarten. Auf rund 500 Quadratmetern hatte sich ein Bodenfeuer entwickelt. Nach damaligen Berichten waren fast 65 Feuerwehrkräfte und Löschzüge aus mehreren Münsteraner Stadtteilen beteiligt. Weil der Brandherd im dichten Unterholz zunächst schwer zu lokalisieren war, kam auch eine Drohne zum Einsatz.
Die besondere Herausforderung lag weniger in der Größe der Brandfläche als in ihrer Erreichbarkeit. Glutnester konnten sich im Waldboden und unter Pflanzenresten halten, weshalb auch am folgenden Vormittag Nachlöscharbeiten nötig waren. Große Tanklöschfahrzeuge brachten das erforderliche Wasser tief in das Waldgebiet.
Nur wenige Tage später kam es am 17. Juli zu einem weiteren größeren Vegetationsbrand. An der Autobahn 1 bei Roxel breitete sich ein Böschungsfeuer innerhalb kurzer Zeit über mehrere Hundert Meter aus. Nach damaligen Angaben gingen innerhalb weniger Minuten rund 100 Notrufe bei der Leitstelle ein.
Mehrere Einheiten der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr waren im Einsatz. Weil zunächst keine ausreichende Wasserversorgung unmittelbar an der Brandstelle vorhanden war, wurde Wasser mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr herangeschafft. Später konnten Schlauchleitungen aufgebaut werden. Auch dort unterstützte eine Drohne die Einsatzkräfte.
Die aktuelle Trockenheit sorgt weiterhin für eine erhöhte Gefahr. Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weist für die Region Münster/Osnabrück am Montag, 10. August, Stufe 3 von 5 aus. Damit besteht eine mittlere Waldbrandgefahr. Für die kommenden Tage deutet die Prognose auf eine weitere Verschärfung hin.
Auf offenen Flächen ist die Situation derzeit noch auffälliger. Beim Grasland-Feuerindex erreicht die Region Stufe 4 von 5. Besonders trockene Wiesen, Straßenböschungen und andere offene Vegetationsflächen können sich daher schnell entzünden. Die beiden Indizes machen deutlich, dass sich Waldbrand- und Vegetationsbrandgefahr regional unterschiedlich entwickeln können.
Die Feuerwehr Münster appelliert angesichts der Trockenheit an die Bevölkerung. Offenes Feuer im Wald ist verboten, zudem gilt dort zwischen dem 1. März und 31. Oktober ein gesetzliches Rauchverbot. Zigaretten dürfen nicht achtlos an Straßen oder Wegen weggeworfen werden.
Auch beim Parken ist Vorsicht geboten: Heiße Fahrzeugteile können trockenes Gras entzünden. Autos sollten deshalb ausschließlich auf dafür vorgesehenen Flächen abgestellt werden. Wer Rauch oder einen möglichen Wald- oder Vegetationsbrand entdeckt, sollte umgehend den Notruf 112 wählen.






Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu